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RUBENS 76 2. Januar 2003

Abends an der RUB

Begehung des Campus


"Sie wollen immer nur die hellen Stellen sehen und ich immer nur die dunklen", sagte die Gleichstellungsbeauftragte Andrea K. Kaus irgendwann im Laufe des Abends zu Kanzler Gerhard Möller - und fasste damit die Begehung des Campus in einem Satz zusammen: Sie führte sowohl an helle als auch an dunkle Plätze der RUB.
Etwa 15 Leute spazierten Ende November knapp zwei Stunden lang kreuz und quer über den Campus, um - grob gesagt - die Sicherheit auf Plätzen und Wegen zu untersuchen. Neben Gleichstellungsbeauftragter und Kanzler waren u.a. einige Vertreter des Dezernats 5 (Technische Hochschulbetriebe) und die Personaldezernentin Dr. Gabriele Frohnhaus unterwegs. Man suchte Stolperfallen wie defekte Bodenplatten oder schiefe Treppenstufen und vergewisserte sich, ob es überall hell genug ist. Wurde ein eindeutiger Missstand ausgemacht, sprach Diplomingenieur Karl-Heinz Otto (Dez. 5) in sein Diktiergerät, nannte den Ort und den Schaden. Ausgebessert (Platten) oder ergänzt (Lichtquellen) wird möglichst schnell.
Doch nicht immer waren sich die Spaziergänger einig. Andrea Kaus zum Beispiel kann es nirgends hell genug sein, Dezernent Johannes Schevel (Dez. 5) hat jedoch nicht genug Geld, um überall neue Lampen installieren zu lassen und Gerhard Möller kennt stets einen alternativen, helleren Weg.
So ist es wohl momentan an der RUB: Es gibt zum Teil sehr gut beleuchtete Parkmöglichkeiten für Frauen (hinter ND, hinter GA, unterm Forum) und es gibt einige wirklich helle Straßen (z. B. G-Süd, N-Süd), aber es gibt weiterhin dunkle Ecke (beispielsweise zwischen IC und Lennershof-Siedlung oder im Bereich zwischen NA, Audimax und Mensa). Wer von A nach B will, findet wohl stets einen einigermaßen hellen Weg, dieser muss allerdings nicht unbedingt der direkte Weg sein.
Optimal wird es gewiss so schnell nicht werden, denn dafür gibt es keine ausreichenden finanziellen Mittel. Ein einziger neu gestrichener und taghell ausgeleuchteter Parkbereich unterm Forum (für vielleicht 50, 60 Autos) kostet in der Anschaffung rund 100.000 Euro und muss nun auch noch unterhalten werden, erklärt Dezernent Schevel.
An anderen möglichen Verbesserungen scheiden sich die Geister: Notrufsäulen beispielsweise verbreiten je nach Gutachten Unsicherheit (Wo welche stehen, muss es wohl gefährlich sein) oder Sicherheit (Wo welche stehen, kann Hilfe nicht fern sein). Sie stellen nach Ansicht mancher zudem ein Ziel für Vandalismus dar - und bis wirklich Hilfe kommt, vergeht sowieso zu viel Zeit.

SELBSTVERTEIDIGUNG
Selbstbehauptungskurse gibt es bei verschiedenen Anbietern: Die Polizei hat im Februar/März noch Plätze frei, Anmeldung unter 0234/909-4055). Das Frauenbüro der RUB hat noch Plätze in Selbstverteidigungskursen am 8./9. Februar frei, s. http://www.ruhr-uni-bochum.de/frauenbuero/ . Kostengünstige Selbstverteidigungskurse bietet auch die Karategruppe des Hochschulsports an: Für 6,50 Euro monatlich wird freitags von 18 bis 19.30 Uhr in Hattingen Oberwinzerfeld in der Schule an der Wagnerstraße trainiert. Infos und Anmeldung unter 02325/795871, 0160/1646296 und unter http://www.rub.de/karate.
Das Frauenbüro hat einen Runden Tisch initiiert, an dem sich die Gleichstellungsbeauftragten aller Bochumer Hochschulen, der Stadt und des Akafö zum Thema Sicherheit Gedanken machen wollen. Angedacht sind z. B. Sammeltaxen.
Das Autonome FrauenLesbenreferat des AStA sammelt Unterschriften für sicherere Wege und plant kostenlose Selbstverteidigungskurse sowie eine Mitgehkartei als E-Mail-Dienst. Mehr Infos stehen unter http://www.rub.de/frles und unter http://www.gemeinsam-gegen-gewalt.de.vu.

Bei Notfällen auf dem Campus hilft die Leitwarte unter Tel. 0234/32-23333, intern: 3333.


ad/md
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Letzte Änderung: 02.01.2003| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik