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RUBENS 74 1. November 2002

Doppelt zahlt Keiner

Gründe für die angespannte Situation in den Wohnheimen

Im privaten Studierendenwohnheim Papageienhaus an der Markstraße gibt es insgesamt 451 möblierte Zimmer zu elf, zwölf, 15 oder 19 qm - ohne Dusche oder WC. Ein 19 qm großes Zimmer kostete bislang zirka 180 Euro. Ende September jedoch erreichte alle Heimbewohner ein Schreiben, verfasst vom Träger (Verein Studentenhaus Bochum Markstraße e.V.) und vom neuen Eigentümer (Schiffs- und Industrieservice Reimche, Hamburg). "Aufgrund enorm gestiegener Betriebskosten müssen wir die Mietnebenkosten anpassen", beginnt der Brief, der der Redaktion vorliegt. Das soll zum 1.12.02 geschehen. Interessant wird es anschließend: "Für Mieter, die die Mietzahlungen nach der Anpassung der Betriebskosten nicht tragen können, räumen wir die Möglichkeit der Kündigung ein. Sie erhalten die Möglichkeit, bis zum 1.12.2002 14 Tage zum Monatsende zu kündigen."
Wahrscheinlich rechnet der neue Eigentümer mit vielen Kündigungen - schließlich ist die Miete durch die "Anpassung" mehr als doppelt so hoch wie vorher. Für das o. g. Beispielzimmer sollen fortan 381 Euro gezahlt werden; die Grundmiete beträgt 76,18 Euro, die Betriebskosten fast 305 Euro. Man muss kein Kenner des Wohnungsmarktes sein, um zu sehen, dass es sich hier um ein ziemliches Missverhältnis handelt und dass 381 Euro für ein 19 Quadratmeter großes Wohnheimzimmer ohne WC und Dusche eine absolute Frechheit sind - und für die meisten Bewohner nicht zu bezahlen.
Deshalb schauen sich zurzeit zahlreiche Bewohner des Papageienhauses nach einem neuen, preiswerteren Wohnheim um - und stoßen dabei auf ein anderes Problem: den aktuellen Mangel an Wohnheimplätzen. Ein Grund dafür sind die Erfolge der verschiedenen internationalen Studiengänge und Austauschprogramme der RUB. Sie hinterlassen auch in den Wohnheimen ihre Spuren. Schließlich wohnen die meisten Studierenden während ihrer ein bis zwei Jahre an der RUB - aus Kostengründen - meist im Wohnheim. Aber: Je mehr Studierende kommen (bei gleichzeitiger sukzessiver Renovierung der Wohnheime), desto schneller sind alle Plätze belegt. "Wir finden es natürlich gut und richtig, dass Land, Bund und Professoren international Werbung für den Bildungsstandort Deutschland und explizit für Bochum machen. Noch besser wäre es allerdings, wenn die politisch Verantwortlichen auch die entsprechenden Rahmenbedingungen schaffen würden und beispielsweise zusätzliche Wohnheimplätze finanzieren", bringt es AkaFö-Pressesprecher Ralf Weber auf den Punkt.
Aber nicht nur die AkaFö-Wohnheime sind belegt. "Sämtliche Wohnheime in Bochum sind zurzeit voll, noch nicht mal alle Erstsemester können ein Zimmer bekommen. So einen Engpass hatten wir seit Jahren nicht", erklärt Gerhard Kuriewicz, Heimleiter im privaten Wohnheim Haus Michael.
Auch fürs Haus Michael bewerben sich momentan mehrere Heimbewohner aus dem Papageienhaus, allerdings ohne Aussicht auf Erfolg. Mehr Glück haben da viele der ausländischen Studierenden im Master-Studiengang Computational Engineering. Bislang wurden auch sie größtenteils im Papageienhaus untergebracht. Dank der spontanen Hilfe von Jörg Lüken (Geschäftsführer des AkaFö) und Petra Henseler (Leiterin des Dezernats 2, Internationale Angelegenheiten, Forschungs- und Studierendenförderung) können 40 von ihnen in den frisch renovierten Turm C im Wohnheim 80/84 an der Laerholzstraße ziehen; dort beträgt die Miete nur 190 Euro.
Fraglich bleiben bei all dem die Beweggründe des Trägers und des Eigentümers vom Papageienhaus. Die horrende Mieterhöhung und das explizite Einräumen einer kurzfristigen Kündigung lassen vermuten, dass man das Haus leer haben möchte, um es anschließend anders zu nutzen. Eine entsprechende Anfrage der Redaktion blieb unbeantwortet ... ad
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Letzte Änderung: 31.10.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik