|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
 |
 |
| RUBENS 74 |
1.
November 2002 |
|
|
Leserbrief
zu: Editorial
"Juniorprofessoren", RUBENS 73
Der Kommentar zu den neuen
Juniorprofessuren gefällt mir ausgezeichnet. An einer
Stelle liegen Sie aber sachlich falsch. Weder die Juniorprofessoren
noch irgendwelche andere Professoren können "Doktoranden
promovieren". Das ist ein Recht der Fakultäten,
und es kann hier nur um das Recht gehen, Doktoranden zu
betreuen und anzuleiten. Ich würde es im Übrigen
begrüßen, wenn das Wort "Promotion"
etwas näher an die Bedeutung herangeführt wird,
die es im bei den Boxern hat. Der Promotor ist da ja nicht
der, der irgendwelche Titel verleiht, sondern jemand,
der sich darum verdient gemacht hat, dass Titel, Preise
und Preisgelder gewonnen werden.
Rein sprachlich ist das promovieren aus der Perspektive
des Doktoranden (im Gegensatz zum Schreiben der Dissertation)
ein passiver Vorgang: Man wird promoviert. Ich will mit
diesem Standpunkt übrigens nicht die Leistung der
Promovenden schmälern. Im Gegenteil, ich meine, dass
der "Hut" nicht zum Ersatz für leistungsgerechte
Bezahlung verkommen darf und zugleich das "Arbeitsverhältnis"
mit der Doktorprüfung beendet ist. Die Unterstützung
der Promovenden, die eigentlich durch das Wort "Promotion"
zum Ausdruck gebracht wird, könnte manchmal durchaus
besser sein und darf sich auch nicht auf den Doktorvater
beschränken. Wem man sie nicht gewähren will,
den promoviert man auch nicht wirklich. Prof. Dr. Thomas Stützel,
Lehrstuhl Spezielle Botanik und Botanischer Garten
|
|
|
|
|
| |
|
|