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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 73 |
1.
Oktober 2002 |
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New
York - eine Hommage
Foto-Ausstellung
im MZ
Dass man in diesen Wochen
häufiger an New York denkt, liegt in jenen schrecklichen Ereignissen
im September 2001 begründet. Dass New York vor allem eine der faszinierendsten
Städte der Welt ist, haben nicht nur Filmemacher und Fotografen schon
vorher gewusst. So war auch für viele Mitglieder des Bereiches Fotografie
des Musischen Zentrums (MZ) diese Stadt, ihre Architektur, ihre Menschen,
ihre Geschäftigkeit und ihre ganz eigene Atmosphäre schon lange
Thema der eigenen fotografischen Arbeit. Viele sehr
unterschiedliche Bilder und Bildkonzepte zu New York zeigt momentan eine
Ausstellung im MZ-Foyer.
Vera Bressmann und Os Özkan stellen schwarzweiße Fotoserien zur
Stadtarchitektur vor. Christian Hiller war im Winter auf Coney Island, jenem
leicht abgehalfterten Vergnügungspark, der Europäern durch viele
Woody-Allen-Filme bekannt wurde. Babette Sponheuer hat die allgegenwärtigen
riesigen Reklametafeln des Stadtbildes optisch grell verfremdet. Heike Winter
hat Museumsarchitektur grafisch reduziert, und Norbert Sarrazin stellt übergroße,
farbreduzierte Siebdrucke mit den Spitzen der Wolkenkratzer vor. Andreas
Lammers' Beitrag ist die obligatorische Freiheitsstatue, und Maria Xerisoti
zeigt großformatige Menschenbilder.
Einige Bilderserien beschäftigen sich natürlich mit dem World
Trade Center und machen deutlich, dass sich New York an jenem 11. September
verändert hat. In der Skyline fehlen jetzt jene alles überragenden
Doppeltürme aus der schwarz eingebetteten Postkarte von Heiner Koch.
Die Fotografien von der Aussichtsplattform der Gebäude über das
endlose Häusermeer sind heute Geschichte. So wie die Ausstellung sie
zeigt, werden sie nie wieder fotografiert werden können. Eine Bild-Installation
von Felix Freier beschäftigt sich direkt mit jenen Septembertagen.
Über dreitausendfach multipliziert wiederholt sich das Bild der explodierenden
Türme. Darüber eine schemenhafte Abbildung von jenem Stahlgerippe,
das auf Ground Zero als Wahrzeichen übriggeblieb.
Eine weitere Serie, die einige Tage nach dem Desaster entstand, personalisiert
exemplarisch die Opfer. In Tausenden von Zetteln, die in der ganzen Stadt
angebracht waren, suchten Angehörige nach ihren Familienmitgliedern.
"Vermisst: Craig Silverstein, Alter 41, blaue Augen, Narbe zwischen
den Augen, trägt goldenen Ehering, beschäftigt in World Trade
Center 2, 104. Stock" hat eine Maria Silverstein auf ein solches Suchplakat
geschrieben. Das Bild eines Schicksals, das für über dreitausend
weitere steht.
Als eine würdige Hommage an eine faszinierende
Stadt versteht sich die Ausstellung im MZ, die persönlich visualisierte
Eindrücke aus New York vorstellen will. Bis zum 8. November ist sie
dort werktags ganztägig zu sehen. An diesem Tag findet um 19 h eine
Finissage statt. Felix Freier ad
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