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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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| RUBENS 73 |
1.
Oktober 2002 |
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Szenische
Collage
Studiobühne
des MZ
"Liebe.Besser.Böse. - eine szenische Collage" ist Ergebnis
eines Theaterprojektes der Studierenden des Studiengangs Schauspiel Bochum,
der Folkwang-Hochschule Essen und der Studiobühne im Musischen Zentrum.
Zwei Semester lang trafen sich die Studierenden und Dozenten. Schnell
war im Oktober 2001 ein Arbeitstitel gefunden: Gewalt. Verschiedene
Aspekte wurden in Gesprächen und Improvisationen herausgefiltert: Die
Banalität des Bösen, Gut und Böse als moralisch ambivalente
Begriffe, Gut und Böse in der Theaterliteratur und auf dem Theater,
Gewalt in der Mediendarstellung. In mehreren Arbeitsgruppen erprobten die
Studierenden ihre gewählten Szenen und Vorlagen.
In der Collage zeigen sich die Kontraste im formalen Gegensatz von kollektiven
Chorformationen und individuell erlebbaren, traumartigen Einzelszenen. Ist
eigentlich nur Schillers Elisabeth die Fiese oder nicht vielleicht auch
Maria Stuart? Lässt sich die Gewalttat als bloße Folge misslicher
Umstände erklären, wie es der Essener Kindermörders Jürgen
Bartsch versucht? Wie ernst nehmen wir heute noch Liebeslieder und steckt
nicht auch schon in der Liebe ein ambivalentes Gefühl von Freude und
Schmerz? Diese Fragen stellen sich die Schauspielschüler und Studierenden
und durchlaufen verschiedene Situationen und Figuren. So verwandeln sich
die Akteure während der Aufführung vom unpersönlichen Chormitglied
u.a. zur inhaftierten Brandstifterin, die doch nur Aufmerksamkeit wollte,
oder zum Massenmörder Harmann. Karin Freymeyer
Liebe.Besser.Böse. - Eine szenische Collage; MZ, 19./20./26./27.10.,
je 20 h; Infos-22836 ad
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