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RUBENS 72 1. Juli 2002

Römische Privatporträts

Vortrag am Institut für Archäologie

Bildnisse aus Marmor und Bronze waren in der römischen Kaiserzeit das wichtigste Medium, um den Menschen einen Eindruck vom Aussehen der Kaiser und ihrer Angehörigen zu geben. Selbst weit entfernt von Rom gaben Porträtköpfe und -statuen das Bild der Herrscherfamilie weiter, das die Hofkünstler von ihnen entworfen hatten. Auch wohlhabende Privatpersonen und wichtige Amtsträger ließen Bildnisse von sich und ihren Angehörigen anfertigen. Von besonders exponierten Personen sind Porträts, die nach demselben Urbild kopiert wurden, sogar in weit entfernten Provinzen gefunden worden.
Gerade diese Porträts geben der modernen Forschung schwer zu lösende Rätsel auf. Wer waren die Dargestellten? Welcher gesellschaftlichen Gruppe gehörten sie an? Was motivierte sie, kostspielige Porträts von sich in Auftrag zu geben und über weite Strecken zu verschicken? Mit diesen Fragen beschäftigt sich ein Vortrag in der Kunstsammlung der RUB: Prof. Klaus Fittschen (Wolfenbüttel) spricht über "Bildnisse ohne Namen. Privatporträts mit Repliken in der römischen Kaiserzeit".
Der Ort ist wohl gewählt, denn die Kunstsammlungen der Ruhr-Uni besitzen die bedeutendste Sammlung antiker, römischer Porträts in NRW. Klaus Fittschen, der bis 1976 in Bochum lehrte, war am Aufbau der Porträtsammlung beteiligt. Der ehemalige Direktor des Deutschen Archäologischen Instituts in Athen ist der beste Kenner der römischen Porträtplastik. ad

Archäologischer Vortrag, 9. Juli, 18.15 h, Kunstsammlungen ad
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Letzte Änderung: 01.07.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik