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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Prof.
Klipp gestorben
Nachruf
Die Ruhr-Universität
trauert um Prof. Dr. Werner Klipp, der am 20. Mai gestorben ist. Die Fakultät
für Biologie verliert mit ihm einen engagierten Forscher und Lehrer,
der seinen Bochumer Fachbereich, die Biologie der Mikroorganismen, in den
letzten sechs Jahren entscheidend prägte. Im Fokus der Forschung von
Prof. Klipp standen Mikroorganismen und deren besondere Fähigkeiten.
Sein Forschungsobjekt, das in Süßwasserteichen vorkommende Purpurbakterium
Rhodobacter capsulatus, ist in der Lage, alle drei fundamentalen Stoffwechselleistungen
durchzuführen, die das Leben auf der Erde erst ermöglichen: Photosynthese,
Fixierung von Kohlendioxid und Fixierung von Stickstoff. Diese Fähigkeit
besitzen nur sehr wenige Organismen. Klipps Forschungen ergaben, dass an
der Fixierung von Stickstoff mindestens 53 Gene beteiligt sind, die größtenteils
von seiner Arbeitsgruppe gefunden und charakterisiert wurden.
Werner Klipp war in seinem Fachbereich als Mensch und als Lehrer äußerst
beliebt. Seine Genetikvorlesung zählte bei Biologiestudierenden zu
den populärsten Veranstaltungen. Auch war er für seine Studierenden
stets ansprechbar und stand ihnen mit seinem Wissen zur Seite. Darüber
hinaus engagierte sich Prof. Klipp in der Fortbildung von Biologielehrern.
Sie absolvierten Praktika an seinem Lehrstuhl, um mehr über aktuelle
Themen wie Gentechnik oder Biotechnologie zu erfahren.
Werner Klipp wurde am 7. Juni 1953 in Nürnberg geboren. Von 1973 bis
1978 studierte er an der Uni Erlangen/Nürnberg Biologie. Im Laufe seiner
anschließenden Promotion kam er an die Uni Bielefeld, wo er bis 1997
tätig war. Hier wurde er 1982 promoviert und habilitierte sich 1990
im Fach Genetik. Nach einer mehrjährigen Lehrstuhlvertretung in Bielefeld
wurde Prof. Klipp 1997 an die RUB berufen, wo er den Lehrstuhl für
Biologie der Mikroorganismen übernahm. ad ad
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