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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Erfolgsfaktor
Wissen
BOWIT
deckt Lücken auf
Wissen ist Macht. Ich weiß
nichts, macht aber nichts - Studierenden und Absolventen sollte diese Einstellung
fremd sein, denn in der Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft zählt
Wissen zur kostbarsten Ressource.
Wer wissen möchte, was er weiß und was
nicht, stürzt sich am besten auf BOWIT. Unter Leitung von
Dr. Rüdiger Hossiep (Methodenlehre, Diagnostik & Evaluation, Fakultät
für Psychologie) wurde der computerbasierte Bochumer
Wissenstest in
fünfjähriger Arbeit entwickelt. BOWIT überprüft
im Multiple-Choice-Verfahren das Allgemeinwissen: 264 Fragen in elf Wissensgebieten
sind unter Zeitdruck - 25 Sekunden pro Frage - zu lösen.
Zielgruppe sind einerseits Studierende und Akademiker, andererseits die
Personalverantwortlichen der Unternehmen. Die beklagen schließlich
regelmäßig die unzureichende Allgemeinbildung der Berufseinsteiger.
"Während Hochschulabsolventen mit ihrem Fachwissen Personaler
meist überzeugen, lässt das Niveau ihres Allgemeinwissens oft
zu wünschen übrig", erklärt Marcus Schulte, Mitarbeiter
des Bochumer Projektteams. Dabei, so Schulte weiter, sei das Allgemeinwissen
als Schlüsselqualifikation vor allem beim Berufseinstieg enorm wichtig.
"Außerdem kann das Wissen nicht nur den beruflichem Erfolg, sondern
ebenso das persönliche Wohlbefinden bestimmen", erklärt der
Psychologe.
Um BOWIT richtig kennen zu lernen, löst man den Test am besten am heimischen
PC selbst. Also besorge ich mir das Testpaket; es besteht aus CD-ROM, Diskette
und Zusatzfragebogen zum persönlichen Bildungs- und Interessenhintergrund.
Die Prüfung dauert eine Stunde und schnell wird klar, dass BOWIT ein
harter Brocken ist. Die im übrigen Leben zuweilen hilfreiche Methode
der Deduktion, der logischen Schlussfolgerung, greift kaum: Was ich nicht
weiß, weiß ich nicht. Das Erraten wird zudem erschwert durch
die jeweils fünfte Möglichkeit "keine der Antworten ist richtig".
Doch schließlich konnte ich knapp 60 Prozent der Fragen richtig lösen.
"Das ist ein Platz im Mittelfeld", tröstet Marcus Schulte
später; 50 bis 70 Prozent richtige Antworten seien ein häufiger
Wert bei den bislang rund 200 Testteilnehmern. Ein Ergebnis unter 45 Prozent
gelte für Hochschüler als eher bedenklich, über 70 Prozent
sei ansehnlich. Keiner erreichte bisher 100 Prozent. Dies ist laut Schulte
nicht nur nahezu unmöglich, sondern im Normalfall auch unnötig,
denn es kommt auf das richtige Verhältnis aus berufsspezifischem Wissen
und Überfachlichem an.
Und was folgt weiter aus dem Selbstversuch: Der zehn
Euro teure BOWIT ist ein wissenschaftlich fundiertes Instrument zur kritischen
Selbsterkenntnis. Die Auswertung dauert etwa vier Wochen, dann
erhält man einen Reader zum BOWIT sowie eine aussagekräftige und
differenzierte Analyse des eigenen Tests. Dieses Feedback, das potenziellen
Optimierungsbedarf im Falle gravierender Wissenslücken aufzeigt, unterscheidet
BOWIT von "Wer wird Millionär?". Übrigens, das Schöne
am Wissen: Es ist eine der seltenen Ressourcen, die sich bei Gebrauch vermehrt
... Nadine Schöneck
Infos und Bestellung: Projektteam Hossiep und Mühlhaus,
GAFO 04/979, -24623, www.testentwicklung.de;
hier gibt es auch Infos zum anderen Projekt des Teams, dem berufsbezogenen
Persönlichkeitstest BIP.
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