Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 71
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 71 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 71 1. Juni 2002

Wiwis lösen brennende Probleme

Kooperation mit der Bochumer Feuerwehr

Was tun, wenn's brennt? Hinfahren und Löschen natürlich, sollte man meinen. Aber ganz so einfach ist es nicht, denn schon im Vorfeld sind erhebliche Planungsanstrengungen nötig, um im Ernstfall so schnell wie möglich vor Ort zu sein. Eine außergewöhnliche Zusammenarbeit existiert seit knapp fünf Jahren zwischen der Bochumer Feuerwehr und der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft. Aufgrund eines Berichts über strategische Planungen war Dirk Hagebölling, Leiter der Bochumer Feuerwache, auf den Lehrstuhl für Betriebswirtschaftslehre (insbes. Unternehmensforschung und Rechnungswesen) von Prof. Dr. Brigitte Werners aufmerksam geworden. Schnell war man auf beiden Seiten davon überzeugt, dass es sinnvoll sein könnte, die Einsatzplanung mit quantitativen Methoden wissenschaftlich zu unterstützen.
Heute kann man tatsächlich auf mehrere erfolgreiche Projekte zurückblicken. Die erste gemeinsame Arbeit beschäftigte sich mit der Standortplanung für Feuer- und Rettungswachen. Das oberste Ziel der Rettungskräfte ist klar: Möglichst schnell am Einsatzort sein, um im Notfall rechtzeitig lebensrettende Maßnahmen zu ergreifen. Die geeignete Wahl der Standorte von Feuerwehr- und Rettungseinheiten kann die Entfernung zu den Einsatzstellen beeinflussen und so die Anfahrtszeit verkürzen. Gleichzeitig geht es natürlich auch um wirtschaftliche Aspekte: Durch eine ideale Verteilung der Wachen über das Stadtgebiet kann deren Zahl reduziert werden, ohne dass die Versorgungsqualität darunter leidet. "Die Standortplanung wird dabei durch mathematische Optimierungsmodelle unterstützt", erklärt Jens Thorn, wissenschaftlicher Mitarbeiter von Prof. Werners.
Nachdem sich Dörthe Meyer in ihrer Diplomarbeit auf theoretischem Niveau mit der optimalen Standortwahl beschäftigt hatte, hospitierten mehrere Wiwi-Studierende bei der Feuerwehr. Parallel dazu erfolgten theoretische Weiterentwicklungen am Lehrstuhl. Erst dann ging eine interdisziplinär zusammengesetzte Gruppe von knapp einem halben Dutzend Studierenden (Ökonomen, Mathematiker und Wirtschaftsingenieure) in einer Fallstudienübung an die konkreten Planungen mit den Daten der Feuerwehr. Auf Basis dieser Untersuchungen haben sich für Dirk Hagebölling wertvolle Erkenntnisse ergeben: "Unser jetziges Sicherheitsversorgungskonzept ‚Brandschutz/Rettungsdienst' wurde durch die Arbeit des Lehrstuhls wesentlich beeinflusst."
Ebenfalls Thema der Zusammenarbeit war die Verwendung von GPS-Systemen bei der Fahrzeuglenkung. Mit Hilfe des satellitengestützten Ortungssystems können Einsatzzeiten und Auslastung verbessert werden, denn die Leitzentrale ist stets darüber informiert, wo sich die Fahrzeuge gerade befinden. So können sie z.B. nach der Ablieferung eines Patienten im Krankenhaus direkt zu einem neuen Einsatzort geschickt werden, ohne vorher zur Wache zurückkehren zu müssen.
Eine Fortsetzung dieser erfolgreichen Kooperation ist schon in Planung: Als nächstes wollen die Wirtschaftswissenschaftler bei der Verteilung der verschiedenen Fahrzeugtypen auf die einzelnen Wachen nach Optimierungsmöglichkeiten suchen. Und wer die Augen ein bisschen offen hält, entdeckt vielleicht in der einen oder anderen Veranstaltung der Fakultät einen Abgesandten der Feuerwehr, der nach Ansatzpunkten für Verbesserungen sucht. "Für die Mitarbeiter der Feuerwehr sind unsere Veranstaltungen mittlerweile eine Art interne Weiterbildungsmaßnahme", erzählt Prof. Werners und muss schmunzeln. Felix Voigt
ad
pfeil  zurückblättern zur Themenübersicht weiterblättern  pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 31.05.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik