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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Starker Nachwuchs
Schüler-Uni
Bochum
Trotz aller Unkenrufe
und der PISA-Studie gibt es sie auch in Deutschland: hochbegabte,
leistungsstarke und besonders motivierte Schülerinnen
und Schüler. Um sie zu fördern
und frühzeitig ihren Appetit aufs Studium anzuregen,
startet die RUB zusammen mit 12 Schulen der Umgebung im
WS 02/03 das Projekt "Schüler-Uni Bochum".
Es geht zurück auf eine Initiative der RUB, des NRW-Wissenschaftsministeriums
und der Bezirksdirektorenkonferenz der Bochumer Gymnasien.
In der Schüler-Uni wird es keine speziellen Angebote
für die Studierenden von morgen geben, stattdessen
nehmen die von den beteiligten Schulen ausgewählten
Schüler (der Jahrgangsstufen 10 bis 13) am regulären
Vorlesungs- und Seminarbetrieb teil. Sie
machen Experimente, halten Referate, schreiben Klausuren
und bekommen dafür entsprechende Leistungsnachweise.
Sollten die Schüler nach dem Abitur tatsächlich
studieren, werden diese Studienleistungen rückwirkend
anerkannt.
An der RUB beteiligen sich acht Fachbereiche am Projekt:
Philosophie, Bauingenieurwesen, Maschinenbau, Elektrotechnik
& Informationstechnik, Mathematik, Physik & Astronomie,
Geowissenschaften sowie Chemie. Sie wählen aus ihrem
jeweiligen Programm zwei geeignete Veranstaltungen aus.
Vor allem in den Natur- und Technikfächern wird darauf
geachtet, dass dafür nicht allzu große Mathekenntnisse
notwendig sind. "Schließlich sollen die Schüler
Erfolgserlebnisse haben und Gefallen am Studium und an
der Ruhr-Uni finden", erklärt Reiner Höck
(Dezernat 1), der die Schüler-Uni auf Seiten der
RUB-Verwaltung betreut. Auch die Fachbereiche benennen
je einen Projektbeauftragten, der als Ansprechpartner
für Schulen und Schüler fungiert.
Die - natürlich freiwillig - teilnehmenden Schüler
werden für ihre Zeit an der Uni vom Schulunterricht
freigestellt, für die Wege zwischen Uni und Schule
sind sie versichert und natürlich sind auch ihre
Eltern informiert und einverstanden. Ändert ein Schüler
kurzfristig seine Meinung, kann er jederzeit sein "Vorstudium"
abbrechen und wieder hundertprozentig am Schulunterricht
teilnehmen. "Die Schule geht immer vor", betont
Reiner Höck.
Beim Konzept der Schüler-Uni orientiert sich die
RUB an Erfahrungen der Uni Köln, wo ein vergleichbares
Projekt seit dem Jahre 2000 läuft. Dort wurde sogar
ein Sponsor gefunden, der den Schülern die Kosten
für Fahrt und Lehrmaterial erstattet. Die interessanteste
Erkenntnis aus Köln lautet jedoch: Die
Schüler schreiben bessere Klausuren als die Studierenden.
ad
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