Ruhr-Universität Bochum zur Navigation zum Inhalt Startseite der RUB pix
Startseite UniStartseite
Überblick UniÜberblick
A-Z UniA-Z
Suche UniSuche
Kontakt UniKontakt

pix
 
Das Siegel
Naturwissenschaften Ingenieurwissenschaften Geisteswissenschaften Medizinische Einrichtungen Zentrale Einrichtungen
pix
RUBENS - Zeitschrift der RUB
RUBENS- Startseite

Lesen
Aktuelle Ausgabe
Archiv
¤Ausgabe Nr. 71
  ¤Artikel
pdf-Dateien

Service & Kontakt
Mediadaten
Redaktion
E-Mail Service
Kontakt

Volltextsuche
pix RUBENS - Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
 
 
 
    
pix
Artikel » Ausgabe 71 »Archiv » RUBENS » Pressestelle » Ruhr-Universität
pix pix
RUBENS 71 1. Juni 2002

Keine Kontrolle

Neu an der RUB: Strategisches Controlling

"Es geht in meinem Job nicht um Arbeitsplatzkontrolle", sagt Nadja Siegl, die seit Anfang April in der Verwaltung der RUB beschäftigt ist - als "Strategische Controllerin". Diese deutsch-englische Wortschöpfung kann zu Missverständnissen führen; "control" hört sich wie "Kontrolle" an und mag bei manchen Arbeitnehmern Misstrauen erregen. Dabei möchte die Diplomkauffrau den Angestellten nicht auf die Finger schauen. "Der Begriff bedeutet lenken/steuern", erklärt sie, und steuern will sie in Richtung Optimierung mit "Blick aufs große Ganze".
Die nötigen Fachkenntnisse und Erfahrungen im Bereich Controlling hat sie u. a. im Landesverwaltungsamt Berlin, im Landesrechnungshof sowie in der Berliner Innen- und Bezirksverwaltung gesammelt. Klar definiert ist der Begriff Strategische Contollerin nicht. Da Nadja Siegl die Erste ist, die diese Aufgabe an der RUB wahrnimmt, muss sie zunächst ihren Aufgabenbereich abstecken - in Absprache mit ihren Kollegen und Kolleginnen. "Controlling hat früher vor allem das Rechnungswesen umfasst, bevor man erkannt hat, dass es nicht nur Zahlen beinhalten kann." Es folgte die Unterscheidung zwischen Operativem und Strategischem Controlling.
Während das Operative Controlling (ebenfalls frisch besetzt in der RUB-Verwaltung) nun vor allem Aufgaben des Rechnungswesens beinhaltet, geht es beim Strategischen Controlling darum, Abweichungen von "Sollzuständen" festzustellen. Das kann bedeuten: Muss die RUB angesichts einer veränderten Nachfrage mit einer Umgestaltung des Fächerangebots reagieren? Sind Professoren oder Studenten unzufrieden mit dem Verwaltungsservice? Sinkt die Motivation der Beschäftigten? Aufgabe der Strategischen Controllerin ist es, Gründe für diese Mangelzustände aufzudecken und Gegenmaßnahmen anzuregen - was folgt aus diesen Abweichungen? Und was ist überhaupt machbar? Ganz wichtig dabei: Mitarbeiter oder gegebenenfalls Fachleute mit "ins Boot zu bringen" und z. B. nach Mitarbeiterbefragungen oder Gesprächen mit Experten Lösungsvorschläge zu machen. "Meine Aufgabe ist es nicht, die Befragung durchzuführen, sondern sie vorzuschlagen", betont die neue Controllerin, dass sie keine Anweisungen geben wird, sondern im Dialog mit Beschäftigten der Fakultäten und der Verwaltung Probleme erkennen und Lösungen erarbeiten will.
"Natürlich haben auch bisher verschiedene Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen Aufgaben übernommen, die nun unter meinen Tätigkeitsbereich fallen. Mein Ziel ist es, die Zusammenarbeit zwischen diesen Beschäftigten zu fördern." In der Wirtschaft sind Strategische Controller seit längerem verbreitet, an Hochschulen werden sie erst seit einigen Jahren vereinzelt eingesetzt.
Einer der ersten Vorschläge ist die Einführung eines Kennzahlensystems an der RUB. "Kennzahlen sind Daten, die eine Vielzahl von Einzelinformationen zusammenfassen", so Nadja Siegl. Mit ihnen versucht man, die Abläufe in Unternehmen auf verschiedenen Ebenen zu optimieren. Man könnte dieses System auf die RUB übertragen, zumindest formal; die Inhalte müsste man dem Hochschulbetrieb entsprechend abwandeln.
"Wenn Lehre und Forschung nicht funktionieren, können wir einpacken", erklärt die Diplomkauffrau. Sie muss die RUB als ganzes im Blick haben und darf die Verwaltung nicht getrennt von den Fakultäten betrachten. In verschiedenen Fakultäten hat sie schon einmal nachgehört, was die Mitarbeiter dort für Hoffnungen in ihre Arbeit setzen. Die Befragten haben verschiedene Wünsche an sie herangetragen. So wollen die einen, dass sie zur Verbesserung interner Verwaltungsabläufe beiträgt, andere, dass sie sich um eine gerechte Mittelverteilung kümmert. Es gibt also für Nadja Siegl einiges zu tun an der RUB. Christina Heimken
ad
pfeil  zurückblättern zur Themenübersicht weiterblättern  pfeil
 
 
Zum Seitenanfang  Seitenanfang | Druckfassung dieser Seite
Letzte Änderung: 31.05.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik