|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
|
Thekla
verknüpft
Mentoring
an der RUB
Wer wissen möchte, welcher
Beruf der richtige ist und was dort zu erwarten ist, versorgt sich meist
mit einschlägiger Literatur (Bücher, Broschüren über
Firmen etc.) und liest. Wenn eine Firma Nachwuchs rekrutieren möchte,
lässt sie sich Bewerbungen schicken, lädt zu Vorstellungsgesprächen
oder ins Accessement Center. Oft finden so Bewerber/in und Unternehmen zueinander;
das eigentliche Kennenlernen wird aber erst während der Arbeit nachgeholt.
Mit etwas Glück passen die beiden wirklich zusammen, oft jedoch nicht.
Der schlechtere Fall ist für beide Seiten unerfreulich und kostspielig.
Um ihn zu verhindern, setzen Unternehmen verstärkt
ein Instrument zur individuellen Rekrutierung und Förderung von Nachwuchs
ein: das Mentoring. Das Unternehmen stellt aus seinen Reihen
eine Mentorin oder einen Mentor mit Erfahrung im Beruf und im Unternehmen.
Sie oder er betreut über einen längeren Zeitraum eine/n Mentee,
z. B. eine/n Studierende/n. Die partnerschaftliche
und bis zu einem Jahr andauernde Betreuung beinhaltet das Vermitteln von
Jobs, Praktika oder Diplomarbeiten, das gemeinsame Durchforsten von Stellenanzeigen,
das Verfassen von Bewerbungsschreiben oder den gemeinsamen Besuch von Konferenzen
und Tagungen. Vor allem erfährt die/der Mentee aus erster
Hand eine Menge über den Berufszweig und das Unternehmen. Umgekehrt
profitieren auch die Mentor/innen: Sie reflektieren ihre eigene fachliche
und methodische Arbeitsweise und erhalten ein Feedback. Und die Unternehmen
erhalten Nachwuchs, vom dem sie sicher sein können, dass er den richtigen
Beruf gewählt hat und zur Firma passt.
Gemeinsam mit der Technischen FH Georg Agricola und
der FH Bochum rief die RUB kürzlich das "Mentoring-Programm für
Frauen an den Bochumer Hochschulen" ins Leben. Es richtet
sich ausschließlich an Studentinnen, die sich in einem ingenieur-
oder naturwissenschaftlichen Fach im Hauptstudium befinden. Gerade in den
genannten Fächern/Berufen spielen Frauen nach wie vor eher eine Nebenrolle.
Um dies ändern, fördert das NRW-Wissenschaftsministerium das Projekt
im Rahmen der Zielvereinbarung zur Chancengleichheit zunächst bis Ende
2003.
Um das Projekt griffiger zu machen, wurde dem langen Namen ein kurzer vorangestellt:
Thekla. Damit ist die freundliche Spinne aus der Serie "Biene Maja"
gemeint. Thekla symbolisiert das zu bildende Netzwerk zwischen Mentees und
Mentor/innen, eines der Projektziele; andere lauten: Studentinnen praxisnah
auf Anforderungen im Berufsleben vorbereiten; sie beim Planen der beruflichen
Karriere zu unterstützen; ihre Kompetenzen für Unternehmen sichtbar
zu machen.
Mittlerweile wurde an der RUB eine Koordinierungsstelle eingerichtet. Mentor/innen
hat ihre Leiterin Margrit Mooraj in der regionalen Wirtschaft längst
entdeckt, interessierte Studentinnen der drei beteiligten Hochschulen ebenso.
Die erste Runde kann also beginnen. Maximal je zehn Menntees und Mentor/innen
(weiblich oder männlich) treffen sich erstmals im September. Danach
geht es ein Jahr lang im Duett weiter.
Wie oft, wann, wie und wo sich Mentee und Mentor/in treffen, vereinbaren
einzig und allein die Betroffenen. Thekla allerdings lädt zu freiwilligen
Netzwerktreffen. Weiterhin kümmert sich das Projekt intensiv um die
Mentees; angeboten werden u. a. Seminare in den berufsqualifizierenden Schlüsselkompetenzen
Projektmanagement, Rhetorik, Moderation und Präsentation. ad
Achtung! Für den Start von Thekla im September und
für weitere Runden sind noch Plätze frei. Kontakt für interessierte
Studentinnen: Thekla, Margrit Mooraj, NA 6/58, Tel. 0234/32-23726
ad
|
|
|
|
|
| |
|
|