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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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In Stufen steil
nach oben
Editorial
Unsere Saat ist aufgegangen:
Ab WS 2002/2003 studieren auch
angehende Lehrerinnen und Lehrer modularisiert und gestuft.
Die Ruhr-Universität integriert die Lehramts-Ausbildung
für Gymnasien und Gesamtschulen in ihre internationalisierten
Bachelor und Master-Studiengänge und übernimmt
damit bundesweit eine Vorreiterrolle in der Studienreform
(s. S. 3). Das Bochumer Modell sieht
aufeinander aufbauende Bachelor-/Master-Programme vor,
die für alle Studierenden bis zum Bachelor-Abschluss
nach sechs Semestern in den gewählten Fächern
identisch sind. Bis dahin können sich die Studierenden
ihre Berufswahlentscheidung offen halten, was ihnen ein
Mehr an Planungsfreiheit und Flexibilität bietet.
Die Professionalisierung für das Lehramt erfolgt
als viersemestrige Master-Phase, die vertiefte Fachstudien,
eine Konzentration auf Erziehungswissenschaft, die Didaktik
der Unterrichtsfächer und umfangreiche schulpraktische
Studienelemente enthält.
Vorausgegangen war der Wettbewerb "Modellversuch
gestufte Lehrerausbildung in NRW", an dem sich neun
Landes-Universitäten beteiligt hatten. Nur die Konzepte
aus Bochum und Bielefeld überzeugten die Expertenjury:
Die Trümpfe der RUB waren die Erfahrung aus dem Magister-Reformmodell
und die zum WS 2001/2002 erfolgte Einrichtung gestufter
Studiengänge in 10 Fakultäten und 40 Fächern.
Tragende Elemente der Reform sind
der gemeinsame Prüfungsausschuss der Fakultäten,
dem das Qualitätsmanagement für die gestuften
2-Fach-Studiengänge obliegt und der "Optionalbereich"
mit seinem Studiendekan. Im Optionalbereich
werden die allgemein berufsqualifizierenden und interdisziplinären
Lehrangebote des Bachelor-Studiums zentral organisiert.
Studierende, die schon zu Beginn des Studiums ihr besonderes
Interesse auf den Bereich Bildung und Erziehung richten,
werden hier fündig. Die Fakultäten und das Zentrum
für Lehrerbildung richten aktuell einen fächerübergreifenden
Ausschuss für die Lehramtsausbildung ein, denn eine
Fülle von Detailfragen für die Gestaltung der
Masterphase bedürfen kreativer Lösungen: Wie
realisieren wir echten Praxisbezug - durch ein Praxissemester
als "Teaching Assistant" - vielleicht sogar
im Ausland? Wie gestalten wir die Kooperation mit dem
Staatlichen Prüfungsamt und wie wird uns eine originelle
Brücke zum Vorbereitungsdienst mit den Studienseminaren
gelingen? Wie werden wir das im Schülerlabor angelegte
Potenzial in Kooperation mit den Schulen der Region umsetzen?
Kurzum, unserer gemeinsamer Arbeit winkt eine reiche Ernte:
es gibt keinen Grund sich zurückzulehnen, es herrscht
Aufbruch und die Ruhr-Universität ist an der Spitze
der Bewegung.
Prof. Dr. Roland A. Fischer, Prorektor für Lehre,
Studium und Studienreform ad
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