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RUBENS 70 2. Mai 2002


Auf Einsteins Spuren

RUB-Absolvent von IBM geehrt

IBM ernannte Mitte April 63 seiner weltweit 170.000 Technologie-Experten zu sog. Distinguished Engineers (DE). Unter ihnen war als einziger Deutscher ein Absolvent der RUB: der Physiker Dr. Paul Lekkas. Der Titel ist die zweithöchste Auszeichnung für IT-Experten, die IBM jährlich vergibt. Weltweit gehören dem Expertenzirkel bei IBM rund 300 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter an. DE's haben sich durch jahrelange herausragende Leistungen verdient gemacht und tragen mit ihren Neuentwicklungen und Erfindungen entscheidend zum Unternehmenserfolg bei.
Dr. Lekkas, der in der Düsseldorfer IBM-Niederlassung arbeitet und an zahlreichen Projekten auf der ganzen Welt mitgearbeitet hat, ist erst der neunte Deutsche, der zum DE ernannt wurde. Zu Computern kam er anfangs eher notgedrungen. Schwerpunkt seines Studiums war die experimentelle Kernphysik, und der Bezug zum Computer dort war indirekt: Daten sammeln, Daten vergleichen etc. Da laut Schätzung von Dr. Lekkas die Datenverarbeitung bis zu 70 Prozent des Studiums beanspruchte (fürs Forschen verblieben etwa 30 Prozent) und keine geeigneten Programme vorhanden waren, entwickelte er kurzerhand selbst die benötigte Software. Als er 1985 auf Arbeitssuche ging, war er darin bereits Spezialist und wollte sich im Beruf weiterentwickeln und folglich anderen Dingen widmen. Bei Siemens in München war dies zunächst der Logikentwurf für Schaltkreise auf Chips. 1988 wechselte Dr. Lekkas zu IBM. Das erste große Projekt des heute 46-Jährigen war die Entwicklung eines Time Sharing Option Workload, mit deren Hilfe es erstmals möglich war, Studien über Kapazitätsgrenzen von Großrechnern direkt beim Kunden durchzuführen. Diese Entwicklung stand am Anfang einer Reihe weiterer Workload-Projekte bei IBM.
Seine Arbeit bei IBM charakterisiert Paul Lekkas als Mischung aus "Forschung, Technik und Entwicklung mit einer ausgeprägten Schnittstelle zum Kunden". Der Bezug zum Kunden beschert ihm auch ausgeprägte Reisetätigkeiten. Bei grundsätzlichen Problemen, die von herkömmlichen Kundendiensten nicht zu bewältigen sind, muss er kurzfristig schon mal nach Asien reisen. Drei Büros unterhält Paul Lekkas ohnehin: eines in Düsseldorf, eines beim deutschen Hauptsitz von IBM in Böblingen, eines in der Weltzentrale bei New York.
Durch den Titel eines Distinguished Engineer ist Dr. Lekkas Ansehen im Unternehmen noch angestiegen, was ihm nicht ausschließlich behagt. "Ich berate und plane jetzt hauptsächlich, ich mache Vorgaben und trage viel Verantwortung, dabei möchte ich auch so oft wie möglich selbst Hand anlegen", erklärt er.
Das Prinzip von IBM hält Dr. Lekkas gleichwohl für beispielhaft: Das Unternehmen bietet die Möglichkeit, neben der klassischen Laufbahn im Management einen technischen Karrierepfad einzuschlagen. Der Titel eines DE ist die zweithöchste Auszeichnung für Technologie-Experten aus allen Bereichen des Unternehmens. An der Spitze des IBM Expertenzirkels stehen die "IBM Fellows". Dieser Titel wurde seit seiner Einführung 1963 weniger als 50 Mal verliehen. Ein Traum ist der "Fellow" auch für Paul Lekkas. "Der Titel ist allerdings noch sehr weit weg für mich. Entscheidend ist ohnehin, dass ich überhaupt ständig weiterkomme", erläutert er. Für Studierende, die in seine Fußstapfen treten möchten, hat er gleich ein ganzes Paket an wirklich guten Ratschlägen parat. Beispielsweise empfiehlt er ein "Studium aus Neigung", das anschließend mit Disziplin absolviert werden soll. Disziplin wie auch Leidenschaft sollten später auch im Beruf die Motoren sein, so Paul Lekkas, dessen großes Vorbild Albert Einstein ist. Daheim, so gibt er schmunzelnd zu, arbeitet er übrigens mit einem Rechner von Aldi. jw/ad
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Letzte Änderung: 02.05.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik