Die
ganze Welt
AIESEC
vermittelt Praktika
Praktika ins Ausland möchten
viele vermitteln, doch nicht jedem ist diese Gabe derart in die Wiege gelegt
worden wie AIESEC. Die "Internationale Vereinigung der an Wirtschaft
interessierten Studenten" (frei übersetzt) vermittelt seit über
50 Jahren erfolgreich Studierende in alle Welt und aus aller Welt. 1948
wurde AIESEC in Stockholm gegründet, 1952 kam es nach Deutschland.
Mittlerweile zählt AIESEC über 50.000 Mitarbeiter in rund 80 Ländern.
Die "Zentrale" befindet sich in Rotterdam, auf der kleinsten Ebene
stehen 700 "Lokalkomitees", darunter eins an der RUB.
40 aktive Mitarbeiter zählt das Bochumer Komitee. Zurzeit gehören
Melanie Pyczka und Sven Lohwasser zum jährlich gewählten Vorstand.
Sven kümmert sich um die Beziehungen nach außen (z. B. zu Unternehmen
oder zur Presse) und steht als Student der Wirtschaftswissenschaften für
den klassischen Zweig von AIESEC. Melanie (sie betreut Bochumer, die ein
Praktikum im Ausland absolvieren möchten) hingegen verkörpert
den aktuellen Trend: Immer mehr Mitarbeiter
von AIESEC stammen aus der Sozialwissenschaft, Pädagogik oder Philologie;
Melanie selbst studiert im Magisterhauptfach Amerikanistik (Nebenfächer:
Romanistik und Wiwi).
Beim Vermitteln der Praktika arbeiten alle Lokalkomitees eng zusammen und
werden von einer Datenbank unterstützt. Kommt ein Student zum Bochumer
AIESEC und möchte ein Marketingpraktikum in Asien machen, wandern seine
Daten in die Bank. Sie werden mit den Angeboten der asiatischen Komitees
abgeglichen. Kooperiert eines der dortigen Komitees mit einem passenden
Unternehmen, führt dieses sog. Matchen zum Erfolg. Anschließend
kommunizieren das asiatische Lokalkomitee und der Bochumer Kandidat per
E-Mail und Fax - bis hin zur Vertragsunterzeichnung. Analog läuft es,
wenn ein ausländischer Student ein Praktikum in Bochum absolvieren
möchte. Das Bochumer Komitee unterhält
enge Beziehungen zu zehn Unternehmen und vermittelt bis zu 15 Praktika pro
Jahr. Im Gegenzug zieht es etwa zehn Bochumer ins Ausland.
Ein Praktikum in den Sparten Management, IT und neuerdings Entwicklungshilfe
dauert zwischen acht Wochen und anderthalb Jahren. Die Studierenden werden
stets eingehend betreut: mit Sprachtests, persönlichen Gesprächen
und Infos über das Gastland. Vor Ort werden sie vom Flughafen oder
Bahnhof abgeholt, man hilft ihnen bei allen Formalitäten und bei der
Wohnungssuche.
Ganz klar, dass AIESEC bei so viel Entgegenkommen auch eine kleine Gegenleistung
erwartet. Die besteht darin, das Praktikum tatsächlich anzutreten und
hinterher einen Bericht zu verfassen. Bestenfalls steht darin, dass man
durch das Praktikum die universitäre Theorie sinnvoll ergänzen
konnte. Das ist jedoch nicht das alleinige Ziel. "Natürlich sollen
die Studierenden vor allem fremde Kulturen erleben, ihren persönlichen
Horizont erweitern und Leute kennen lernen", erläutert Sven Lohwasser.
Melanie Pyczka ergänzt: "Um das Knüpfen von Kontakten geht
es natürlich auch bei AIESEC selbst. Wer bei uns mitmacht, lernt Leute
kennen und hat Spaß. Außerdem lernt man zu organisieren, im
Team zu arbeiten, den Umgang mit Unternehmen und man wird in den wichtigen
soft skills fachmännisch geschult." ad
AIESEC an der RUB
Das Bochumer Lokalkomitee von AIESEC sitzt in der 1. Etage von GC, Raum
37, Tel. -11946, E-Mail: bo@aiesec.de;
das Komitee trifft sich jeden Dienstag um 19 h in GC 1/37. Wer Mitglied
werden möchte, geht entweder dorthin oder zum Infoabend am 7. Mai,
18 h (GC 04/411).
Neben vielem anderen organisiert AIESEC auch die berühmte Party "GC
by Night", die wieder am 13. Juni steigt; gefeiert wird dabei das
50-jährige Jubiläum von AIESEC Deutschland.
ad
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