|
|
|
 |
RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
|
|
| |
| |
|
 |
|
|
|
|
"Nichts bleibt, wie es ist"
Interview
zum Mensaumbau
Zum geplanten Umbau der Mensa sprach Meike Drießen mit Jörg Lüken,
Geschäftsführer des AkaFö.
RUBENS: Herr Lüken, wie soll die Mensa nach dem
Umbau aussehen?
LÜKEN: Der Mensa steht eine Grundsanierung bevor. Das bedeutet, das
Gebäude wird komplett entkernt, außer der äußeren
Hülle bleibt nichts mehr so wie es jetzt ist. Im Innenbereich wird
es nur noch einen großen Saal geben. Wir werden die komplette Produktion
und Ausgabe auf eine Ebene zusammenziehen. Sitzplätze gehen dabei aber
nicht verloren, weil die Küche verkleinert wird. Wo jetzt die kleine
Mensa ist, wird die Uni einen Veranstaltungsbereich bauen, z. B. für
größere Konferenzen. Das Foyer wird es in der jetzigen Form auch
nicht mehr geben. Es sind aber wieder kleinere Verkaufsbereiche eingeplant,
möglicherweise auch die Ausgabe von Kaffee und frischgepressten Säften.
Außerdem wird es auf dieser Ebene, wo die Cafeteria jetzt ist, Ersatz
fürs Mensa-Restaurant geben - allerdings nicht mit dem gleichen Charme!
Das neue Konzept ist moderner und vor allem flexibler mit offenen und geschlossenen
Bereichen, die ganz nach Wunsch zur Verfügung stehen.
RUBENS: Wenn die Küche verkleinert wird, was ändert
sich dann am Essensangebot?
LÜKEN: Die Anzahl der Gerichte wird dadurch nicht eingeschränkt,
wir werden einfach anders produzieren können. Wir wollen in zwei Schichten
produzieren. Im Moment spielt sich ja in der Küche alles vormittags
ab, in Zukunft soll schon nachmittags für den nächsten Tag vorgearbeitet
werden. Die Qualität des Essens wird dadurch sogar besser, weil die
modernen Produktionstechniken einfach besser sind als vor 30 Jahren. Vieles
wird ja heute auch schon vorproduziert geliefert, solche Angebote können
wir dann auch besser nutzen.
RUBENS: Werden dann in der Küche weniger Leute arbeiten als heute?
LÜKEN: Das wird eine Folge sein.
RUBENS: Wann starten die Bauarbeiten und wie lange werden
sie dauern?
LÜKEN: Wenn es nach uns geht, möchten wir Mitte 2003 beginnen.
Bis dahin sind auch die Vorbereitungen hier abgeschlossen. Aber das hängt
natürlich noch von vielen Parametern ab, vor allem der Finanzierbarkeit.
Das Konzept ist zwar verabschiedet, aber ob es durch den Landes- oder Bundeshaushalt
zu Verzögerungen kommt, das liegt nicht in unserer Hand. Die Mensasanierung
in Bochum ist ein ganz altes Thema, ich glaube, das diskutieren wir bereits
seit zehn Jahren. Wer die Situation mit den überall verteilten Eimern
noch kennt, als das Wasser durch die Decke rann, wird sich an die Anfänge
erinnern. Die Bauarbeiten werden mindestens zweieinhalb Jahre dauern, die
Gesamtkosten betragen 34,2 Mio. Euro. Das AkaFö beteiligt mit 3,5 Mio.
Euro.
RUBENS: Wenn seit zehn Jahren an eine Sanierung gedacht
wird, waren die Arbeiten der letzten Jahre dann nicht umsonst?
LÜKEN: Zwischen 1998 und 2001 sind 2,7 Mio. Euro in die Betonsanierung,
die Erneuerung der Fenster und des Daches investiert worden. Verschwendet
war das absolut nicht, denn diese Gebäudeteile bleiben ja erhalten.
RUBENS: Wo sollen die Studierenden während der Sanierung zu Mittag
essen?
LÜKEN: Das ist im Moment eine der größten Herausforderungen.
Eine wichtige Rolle werden sicherlich die Cafeten spielen. Die in NC und
NA werden wir bis dahin noch herrichten. Dort soll es eine Salattheke geben
und ein paar warme Speisen wie Pizza. Auf dem Querforum West, das ist die
Wiese zwischen MA und MB und der G-Reihe, ist ein neues Gebäude geplant,
das mit 400-500 Sitzplätzen schon einige Kapazitäten der Mensa
auffangen kann. Hinter dem Haus hängen Produktions- und Spülcontainer.
Die gehören dem Land NRW und wurden auch schon bei der Mensasanierung
in Siegen eingesetzt. Den Ort haben wir gewählt, weil die M-Straße
der einzige Ort auf dem Campus ist, wo LKW andocken können. Außerdem
wird auf dem Campus sicher der eine oder andere Pommeswagen stehen. Im neuen
Gebäude könnte es nach der Sanierung Ersatz für die Bierklause
geben. Wir denken da an junge, frische Gastronomie.
RUBENS: Was passiert in der Zwischenzeit mit den Händlern
im Mensafoyer?
LÜKEN: Die Händler müssen erst mal dichtmachen, das wissen
sie auch schon. Die Verträge laufen alle in nächster Zeit aus.
Das ist natürlich bitter. Wir hoffen, dass sich nach der Sanierung
wieder Händler in der Mensa ansiedeln. ad
|
|
|
|
|
| |
|
|