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RUBENS
- Zeitschrift der Ruhr-Universität
Nachrichten, Berichte und Meinungen
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Mensa:
Mindestens haltbar bis ... 2003
Serie:
Die Gebäude der RUB
Jeder kann
sich sicher noch an sein erstes Semester an der RUB erinnern. Wer hat sich
da anfangs nicht in den Kellern verirrt und verzweifelt den Ausgang gesucht?
Wieso liegt der mal auf 05, mal auf 06? Gibt es bei den Raumnummern überhaupt
ein System? RUBENS liefert Antworten, heute zur Mensa.
Viel Platz im Bochumer Süden, möbliert, große Küche,
hell, Hanglage, Sonnenterrasse, Baujahr 1971. Hört sich gut an - ist
aber leider auch sanierungsbedürftig. Dieses Porträt der Mensa,
so wie sie jetzt aussieht, hat ein Verfallsdatum, denn lange wird es sie
so nicht mehr geben. Ab Mitte/Ende 2003 wird an ihrer Stelle eine große
Baustelle sein, danach soll alles anders aussehen (s. Interview).
Bis dahin beherbergt das Gebäude im mittleren
Süden der Uni in der obersten Etage das Foyer und eine Cafeteria, darunter
den großen und ganz unten den kleinen Essenssaal, die Bierklause und
das Bedienrestaurant. Letzteres überzeugt mit Teppichboden und
Posterstühlen, ist für jeden Tag aber dem studentischen Geldbeutel
unangemessen. Wer auf ein bisschen Luxus trotzdem nicht verzichten will,
der zahlt im kleinen Saal 50 Cent mehr pro Essen als im großen und
darf dafür auf Holzstühlen sitzen und über Blumenkästen
hinweg in die Landschaft schauen. Im großen Saal gibt's freie Sicht
nach draußen und einen Höllenlärm beim Plastikstühlerücken.
Beeindrucken kann dort überdies die Wanddekoration, die auf der einen
Seite an angestaubte Tapetenrollen, auf der anderen an Erdoberflächenfotos
erinnert. Wer das nicht angucken will, der setzt sich lieber ein oder zwei
Treppen höher. Dort hat man es dann später auch nicht so weit
zur Geschirrrückgabe.
Eilige können sich was für Zwischendurch in der Cafete in der
obersten Mensaetage besorgen. Die ist mit ihren hallenartigen Ausmaßen
trotz großformatiger Kunstwerke zwar nicht sehr heimelig und auch
meistens nicht wirklich gut besucht, hat dafür aber Zugang zur riesigen
Terrasse mit einem einmaligen Blick über das Ruhrtal. An sonnigen Tagen
lässt es sich hier in Ruhe lernen oder in der Mittagspause ein Nickerchen
auf der breiten Brüstung machen. Die wird auch von der Sonne schön
warm.
Wenn das Wetter das nicht hergibt, lädt
das Mensafoyer zu einem gemütlichen Bummel ein. Vom späten
Vor- bis zum frühen Nachmittag kann man hier Bücher kaufen, kopieren
und Schreibwaren besorgen und in Erikas Bude Nervennahrung für langweilige
Seminare erstehen. Sport- und Geschenkartikel sind außerdem im Angebot,
ebenso wie neue und gebrauchte Platten und CDs. Das Schauspielhaus ist mit
einem Stand vertreten, KoBra und das Arbeitsamt informieren über den
Berufseinstieg, im AStA-Akafö-Infopoint gibt es Wissenswertes bei allen
Problemen, und Geld gibt's aus dem Automaten von der Sparkasse. Den Kaffee
nach dem Mensaessen kann man sich im Café Seeblick genehmigen, das
immer mehr Sitzgelegenheiten anbietet, was zum Versacken einlädt -
Vorsicht. Besonders hilfreich im Foyer: die schwarzen Bretter, wo sich von
der Wohnung übers Auto bis zum Gebrauchtbuch alles findet, und direkt
daneben die unheimlich vielen Toiletten. md ad
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