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RUBENS 70 2. Mai 2002

Mensa: Mindestens haltbar bis ... 2003

Serie: Die Gebäude der RUB

Jeder kann sich sicher noch an sein erstes Semester an der RUB erinnern. Wer hat sich da anfangs nicht in den Kellern verirrt und verzweifelt den Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 05, mal auf 06? Gibt es bei den Raumnummern überhaupt ein System? RUBENS liefert Antworten, heute zur Mensa.
Viel Platz im Bochumer Süden, möbliert, große Küche, hell, Hanglage, Sonnenterrasse, Baujahr 1971. Hört sich gut an - ist aber leider auch sanierungsbedürftig. Dieses Porträt der Mensa, so wie sie jetzt aussieht, hat ein Verfallsdatum, denn lange wird es sie so nicht mehr geben. Ab Mitte/Ende 2003 wird an ihrer Stelle eine große Baustelle sein, danach soll alles anders aussehen (s. Interview).
Bis dahin beherbergt das Gebäude im mittleren Süden der Uni in der obersten Etage das Foyer und eine Cafeteria, darunter den großen und ganz unten den kleinen Essenssaal, die Bierklause und das Bedienrestaurant. Letzteres überzeugt mit Teppichboden und Posterstühlen, ist für jeden Tag aber dem studentischen Geldbeutel unangemessen. Wer auf ein bisschen Luxus trotzdem nicht verzichten will, der zahlt im kleinen Saal 50 Cent mehr pro Essen als im großen und darf dafür auf Holzstühlen sitzen und über Blumenkästen hinweg in die Landschaft schauen. Im großen Saal gibt's freie Sicht nach draußen und einen Höllenlärm beim Plastikstühlerücken. Beeindrucken kann dort überdies die Wanddekoration, die auf der einen Seite an angestaubte Tapetenrollen, auf der anderen an Erdoberflächenfotos erinnert. Wer das nicht angucken will, der setzt sich lieber ein oder zwei Treppen höher. Dort hat man es dann später auch nicht so weit zur Geschirrrückgabe.
Eilige können sich was für Zwischendurch in der Cafete in der obersten Mensaetage besorgen. Die ist mit ihren hallenartigen Ausmaßen trotz großformatiger Kunstwerke zwar nicht sehr heimelig und auch meistens nicht wirklich gut besucht, hat dafür aber Zugang zur riesigen Terrasse mit einem einmaligen Blick über das Ruhrtal. An sonnigen Tagen lässt es sich hier in Ruhe lernen oder in der Mittagspause ein Nickerchen auf der breiten Brüstung machen. Die wird auch von der Sonne schön warm.
Wenn das Wetter das nicht hergibt, lädt das Mensafoyer zu einem gemütlichen Bummel ein. Vom späten Vor- bis zum frühen Nachmittag kann man hier Bücher kaufen, kopieren und Schreibwaren besorgen und in Erikas Bude Nervennahrung für langweilige Seminare erstehen. Sport- und Geschenkartikel sind außerdem im Angebot, ebenso wie neue und gebrauchte Platten und CDs. Das Schauspielhaus ist mit einem Stand vertreten, KoBra und das Arbeitsamt informieren über den Berufseinstieg, im AStA-Akafö-Infopoint gibt es Wissenswertes bei allen Problemen, und Geld gibt's aus dem Automaten von der Sparkasse. Den Kaffee nach dem Mensaessen kann man sich im Café Seeblick genehmigen, das immer mehr Sitzgelegenheiten anbietet, was zum Versacken einlädt - Vorsicht. Besonders hilfreich im Foyer: die schwarzen Bretter, wo sich von der Wohnung übers Auto bis zum Gebrauchtbuch alles findet, und direkt daneben die unheimlich vielen Toiletten. md ad
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Letzte Änderung: 02.05.2002| Ansprechpartner/in: Inhalt & Technik