Selbst
oder nicht selbst?
Prof.
Suerbaum präsentiert Shakespeare
"Den Namen kenn' ich irgendwie", sagte Zlatko im Big Brother
Haus. "Das ist doch der, wo Moderator ist, oder?" Nein. William
Shakespeare (1564-1616) ist seiner Nachwelt vor allem durch 38 Dramen
in Erinnerung geblieben. Prof. em. Ulrich Suerbaum (Englisches Seminar)
gibt in seinem Shakespeare-Führer einen kurzweiligen und unterhaltenden
Überblick der Werke des englischen Dichters.
In der Biographie des "größten und meistgespielten Dramatikers
der Weltliteratur" weist Suerbaum darauf hin, dass von Shakespeares
Leben mehr bekannt ist, als gemeinhin angenommen. So legte der Dichter
z. B. seine Gelder, die aufgrund seiner umfangreichen Arbeit reichlich
flossen, vorwiegend in Immobilien seiner Heimatstadt Stratford an. Auch
die populäre Meinung, Shakespeare habe "seine" Werke gar
nicht selbst geschrieben, trifft laut Suerbaum "in der historischen
Wissenschaft ... meist auf Irritation und Widerspruch."
Im Mittelpunkt aber stehen Shakespeares Dramen. Der Autor fasst sie zusammen,
informiert über Hintergründe von Personen, ihren Motivationen
und Handlungen und zeigt, wie die Interpretation der Stücke sich
im Laufe der Zeit wandelte. Detektivisch mutet es an, wenn Suerbaum nachzeichnet,
wie Wissenschaftler die zeitliche Einordnung der Stücke versuchen
und wie sie aus vielen Textvorlagen die Originalgetreueste herausfiltern.
Der 75-jährige Ulrich Suerbaum war der erste Hochschullehrer an der
neugegründeten RUB. Er baute den Fachbereich Anglistik auf. Von 1988
bis 1993 war er Präsident der Shakespeare-Gesellschaft Bochum und
hatte maßgeblichen Anteil an der Vereinigung mit der Shakespeare-Gesellschaft
Weimar (1994). Andrea Tendler
Ulrich Suerbaum: "Der Shakespeare-Führer", Philipp Reclam
jun. Verlag, Stuttgart 2001, 363 S., 68 Abb., 25,50 Euro
Wir verlosen den Shakespeare-Führer unter allen, die uns bis
zum 20.4. eine Postkarte schicken: RUBENS, Pressestelle der RUB, UV 3/364,
44780 Bochum. Stichwort ist die Antwort auf die Frage: Wie heißt
der "Baumtänzer", der in Bochumer Wäldern Schadstoffe
misst?
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