| Wieder gespannt | |
| Studentische Wohnsituation | |
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| Mit Beginn des Studiums stellt sich meist die Frage: Wo wohnen?
Die einfachste und für den Geldbeutel schonendste Alternative ist immer
noch das Studentenwohnheim. Doch es wird momentan wieder schwieriger, eines
der preiswerten Zimmer zu ergattern. An vielen Standorten bestehen mehrmonatige
Wartezeiten für einen Wohnheimplatz. Die gespannte Wohnsituation untermauert
das Deutsche Studentenwerk (DSW) mit aktuellen Zahlen: Derzeit gibt es bundesweit
223.913 mit öffentlichen Mitteln geförderte Wohnplätze. Bei
einer Studierendenzahl von 1,7 Mio. liegt die Unterbringungsquote somit
bei 13,2 %. Der DSW-Generalsekretär Dieter Schäferbarthold hält
es für unerlässlich, weitere 20.000 Wohnplätze zu schaffen
- gezielt in Regionen mit besonders schlechter Versorgung. Die Lage in Bochum ist vergleichsweise entspannt: Zurzeit existieren hier 32 Wohnheime und Wohngebäude, die Platz für 4.226 Studierende bieten (davon 106 Plätze für Rollstuhlfahrer). Weitere 2.019 Wohnplätze stehen durch private Anbieter zur Verfügung. Mit einer Unterbringungsquote von 16,4 % liegt Bochum innerhalb von NRW auf dem fünften Platz und deutlich über dem o. g. Bundesdurchschnitt und dem Landesdurchschnitt (11 %). Schäferbarthold sieht durch die insgesamt angespannte Lage vor allem Probleme für ausländische Studierende. "Wenn mehr ausländische Studierende für ein Studium in Deutschland gewonnen werden sollen, muss die soziale Infrastruktur deutlich verbessert werden", sagte er bei der Vorstellung der aktuellen statistischen Übersicht "Wohnraum für Studierende". Er appellierte nachdrücklich an Bund und Länder, mehr Finanzmittel zur Schaffung von bezahlbarem Wohnraum bereitzustellen. Gerade für ausländische Studierende sei die Unterbringung im Wohnheim Voraussetzung für eine schnelle Integration in den Studienalltag. Andrea Tendler |
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| 01.02.2002 |