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Wenn der Rosenmontag ins Semester fällt,
der Karneval am Campus Einzug hält,
die Profs sich in die Bütt hochschwingen,
wollen's Univolk zum Lachen bringen.
Das Furztrockne pusten sie hinfort,
an der Wissenschaft begehen sie Mord,
doch bleibt dieser ohne Sühne,
denn der Hörsaal ist bloß Bühne.
Tätä, tätä
Rubsiade heißt die Tradition,
dreimal gab es sie hier schon,
stets in Hörsaal HGA Zehn,
und so soll's erneut geschehen.
Am elften zwoten ist's so weit,
elf Uhr elf ist die rechte Zeit,
dann tagt der unieig'ne Elfer-Rat,
steht zur Seite auch mit Tat.
Tätä, tätä
Gefragt ist schließlich beides dringlich,
zu erledigen sind nämlich unabdinglich,
Evaluierung und Abschaffung unserer Identität,
bekannt, beliebt auch als Kortumuniversität.
Ihr Ende ist beschlossen und verkündet,
womöglich ist es gar berechtigt und begründet,
das zeigen, beweisen, fragen oder sagen,
genau die Elf, die diesmal tagen.
Tätä, tätä
Frau Regina hat's mit Ostasienwissenschaft am Hut,
und findet deren Abwicklung gar nicht gut,
Herr Faber jedoch liefert passende Tipps dafür,
sieht in jeglicher Abwicklung eine hübsche Kür.
Frau Ursula will's gerne häppchenweis' beenden,
so das Schicksal der Philosophie zum Schlechten wenden,
der Senator sieht darin sogar eine gewisse Ethik,
darauf reimen sich sowohl Taktik als auch - Tick.
Tätä, tätä
Neben den vier Genannten werden sieben Weitere das Wort führen,
in jeweils acht Minuten möchten sie ihr Publikum verführen,
und ob danach die Kortumuni noch steht oder nicht mehr steht,
das weiß man nur, wenn man erst ganz am Ende geht.
Tätä, tätä
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