Antike Friedensdemonstrantin
   
  Studiobühne zeigt Lysistrata
 
 

Frauen ergreifen die Initiative und verweigern sich den Männern. Ein altes Thema, dem Aristophanes 411 v. Chr. einen Namen gegeben hat: "Lysistrata" - die Erlöserin vom Krieg. Das Stück wurde in Athen zu einem Zeitpunkt uraufgeführt, in dem sich das attische Reich mitten im 30 Jahre dauernden Krieg mit Sparta befand, der schließlich den Untergang der klassischen Welt einleiten sollte. Aristophanes, der in seinen Komödien seit jeher gegen den Kriegswahn und für den Frieden gesprochen hatte, glaubte nicht an die Vernunft der Männer, aber an die der Frauen und ließ sie zu Wort kommen - wenigstens in der Kunst. Er ruft in seiner Lysistrata die Gestalt einer klugen und entschlossenen Frau herauf, die an den Verhältnissen tiefer als andere leidet und dadurch zur Verschwörerin gegen den Krieg und für den Frieden wird. Erich Frieds Übersetzung von 1985 hält sich weitgehend an das Original, macht die heute unverständlichen Anspielungen erkennbar und respektiert z. T. das ursprüngliche Versmaß. Die Studierenden der RUB verquicken das antike Stück mit ihrem Elan und Esprit. Mit Begeisterung erwecken sie das alte Thema zu neuem Leben und lassen keinen Moment aus, in dem die Komödie erst richtig lustig wird. Karin Freymeyer


"Lysistrata" hat unter der Leitung von Karin Freymeyer am 2.2.02 um 20 h in der Studiobühne des Musischen Zentrums Premiere. Weitere Vorstellungen: 3., 4., 5., 7., 8.2., je 20 h; Eintritt frei; Platzreservierung ist erforderlich unter -22836 o. E-Mail: studigbo@ruhr-uni-bochum.de

   
   
   
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01.02.2002