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Derart viel Aufmerksamkeit hat sich selten eine Veranstaltung
der RUB verdient: Über jeden Donnerstagtermin der Ringvorlesung "Zukunft
des Fußballs" (RUBENS
67) schreibt zwei Tage später die Frankfurter Allgemeine Zeitung
(FAZ) in ihrem Feuilleton einen ausführlichen Artikel. Darüber
sprach Arne Dessaul mit dem Kulturkorrespondenten der FAZ in NRW, Andreas
Rossmann.
Wie kam es, dass aus der Ringvorlesung eine FAZ-Serie
wurde?
Ich wurde durch die Pressemitteilung der RUB-Pressestelle auf die Ringvorlesung
aufmerksam. Das war Anfang November 2001, wenige Tage vor dem entscheidenden
Qualifikationsspiel gegen die Ukraine, als die "Zukunft des (deutschen)
Fußballs" buchstäblich auf dem Spiel stand und zur nationalen
Frage stilisiert wurde. Ich schrieb zunächst eine längere Meldung,
die pünktlich zum Anpfiff der Ringvorlesung erschien. Daraufhin meldete
sich die Redaktion - leider wenige Stunden zu spät, um den Anstoß
noch mitzubekommen - und schlug vor, daraus doch eine Serie zu machen.
Deren Folgen stehen seitdem jeden Samstag, also am Spieltag der Bundesliga,
im Blatt. Es ist, glaube ich, überhaupt das erste Mal, dass eine
ganze Vorlesungsreihe von unserem Feuilleton aktuell wahrgenommen wird.
Warum landete die Serie denn im Kulturteil?
Die Ringvorlesung findet an der RUB ja auch nicht in der Sportwissenschaft,
sondern in der Publizistik statt. Wir verstehen Fußball als Teil
der Kultur, und so ist Fußball auch immer wieder Thema im Feuilleton.
Welche der Vorlesungen hat Sie am meisten beeindruckt?
Das kann ich nicht beantworten, da ich nur die zweite Vorlesung, mit der
wir die Serie begannen, besucht habe. Die Resonanz in der Redaktion war
so groß, dass zu jedem Termin ein anderer Kollege nach Bochum fuhr
bzw. fährt. So bleibt das Spiel abwechslungsreich.
Info: Zwei Termine der Ringvorlesung stehen noch aus:
7.2., Wolfgang Clement (NRW-Ministerpräsident): "Politik und
Fußball"; 14.2., Gerhard Mayer-Vorfelder (DFB-Präsident):
"Entwicklung in der Fußballorganisation" (je 12-14 h,
GA 03/42)
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