SH: Büros auf der Brücke
   
  Serie: Die Gebäude der RUB
 
  Wer hat sich nicht anfangs in den Kellerräumen der RUB verirrt und verzweifelt den Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02 und mal auf 01? Und warum gibt es nicht überall eine Cafete oder eine schicke Garderobe wie in GC? RUBENS liefert die Antworten - heute welche zum SH.

Seine Karriere begann eindeutig als Studentenhaus. Mittlerweile mag man es nicht mehr so einfach machen und hat drei unfriedlich nebeneinander existierende Namen für das Gebäude auf dem Nordforum der RUB parat; drei Verpackungen für einen Inhalt, sozusagen. Die Unbeirrbaren lassen es beim Studentenhaus, die Progressiven sagen StudentInnenhaus, die Anderen versuchen mit Studierendenhaus einen Mittelweg.
Nicht ganz passend ist der Name, egal in welcher Ausprägung, gleichwohl. Schließlich ist das - machen wir es uns ganz einfach - SH nicht das Haus der Studierenden. Es gehört ihnen nicht, und sie sind nicht die Einzigen, die es nutzen. Tatsächlich nutzt der AStA, also die Studierendenvertretung der RUB, nur einen Teil des Erdgeschosses und hat dort in Büros seine diversen Referate und sein Sekretariat untergebracht. Büros und Gänge werden von allerhand Papier an der Wand sowie auf Tischen und Fensterbänken geziert: Plakate, Poster, Flugblätter, Zeitungen, Zeitschriften.
Lecker nach Kaffee riecht es gleich beim Eingang zum SH (schräg gegenüber der Drehtür, die ins Verwaltungsgebäude führt). Verantwortlich dafür ist das Kulturcafé, wo neben Kaffee und anderem Heißen auch kalte Getränke sowie warme Mahlzeiten gereicht werden. Dadurch und dank seiner kleinen Preise wird das studentische Café zur nahe gelegenen Alternative zu Mensa und Cafete, zu einem kommunikativen Treffpunkt auf dem Campus.
Ebenfalls im Erdgeschoss des SH ist das Servicezentrum für behinderte und chronisch kranke Studierende des AkaFö untergebracht. Überhaupt beansprucht das AkaFö einen Großteil des SH. Seine Verwaltung ist hauptsächlich im 1. sowie im 2. Stock untergebracht; hinzu kommen Außenstellen u.a. in der Mensa oder im Wohnheim Sumperkamp (boSKop). Den 2. Stock teilt sich das AkaFö mit dem Studienbüro, der ersten Anlaufstelle für Studierende, die Probleme rund ums Studium haben und Rat suchen.
Aber laufen wir noch einmal durchs bunte Treppenhaus hinunter in den 1. Stock, besuchen auf dem Weg in die dortige Cafete kurz die Kollegen in der Pressestelle des AkaFö und gehen anschließend zurück ins heimatliche Verwaltungsgebäude (UV) - und zwar über die Brücke. Denn wie eine solche wirkt die Verbindung zwischen SH und UV. Viele Verwaltungsangestellte aus dem UV nutzen sie, um sich in der Cafete mit Kaffee, Wasser und Snacks zu versorgen. Als Verbindung dient die Brücke allerdings nur am Rande, wesentlich ist ihre Funktion als Bürotrakt, der die Verwaltung der FH Bochum beherbergt. Nur zu, wer in all dem einen tieferen oder einen metaphorischen Sinn oder eine Logik suchen mag. ad
   
   
   
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01.02.2002