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"Nachhaltigkeit, ein neues Geschäftsfeld?" Über diese
Frage diskutierten Ende November beim gleichnamigen Kongress in der Stadthalle
Wuppertal zwei Tage lang zahlreiche Vertreter aus Politik, Industrie und
Wissenschaft, darunter auch zwei Angehörige der RUB.
Der Begriff "nachhaltig" gibt immer noch Anlass zu Missverständnissen.
Manche benutzen ihn allein im Sinn von "lang andauernd", andere
- seiner Herkunft aus der Forstwirtschaft gemäß - nur in bezug
auf Umweltprozesse. Im Sinn der Konferenz in Rio von 1992, auf der "Sustainable
Development" als Entwicklung definiert wurde, "die die Bedürfnisse
der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen
ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können", erhält
der Nachhaltigkeitsbegriff ganz neue Dimensionen. Mit den drei Säulen
der ökologischen, ökonomischen und sozialen Gerechtigkeit bildet
er eine Leitidee, die allmählich von Politik, Wirtschaft und Wissenschaft
aufgenommen wird. Vor allem setzt sich die Überzeugung durch, dass
Nachhaltigkeit nicht (nur) als Geschäftsfeld, sondern als allgemeine
Managementstrategie anzusehen ist.
Auch an der RUB hat sich schon einiges in Richtung "Nachhaltigkeit"
getan. Die verschiedenen Gruppen und Gremien,
die sich seit Jahren mit Umweltschutz und anderen Themen der Nachhaltigkeit
auseinandersetzen, haben sich vor einigen Monaten zu INRUB, der "Initiative
Nachhaltige Ruhr-Universität" zusammengeschlossen. Eine
Arbeitsgruppe, die für Angehörige aller Statusgruppen offen
ist, bereitet zurzeit Konzepte für "multidisziplinäre Lehrveranstaltungen"
vor. Geplant ist außerdem ein Aktionstag. Chris Bendig, INRUB
Infos: www.ruhr-uni-bochum.de/inrub
und chris.bendig@ruhr-uni-bochum.de.
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