Was aus den Absolventen wird |
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| Umfrage bei den Wiwis | |
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| "Wer nichts wird, wird Wirt", lautet ein abgedroschener
Spruch, den auch Akademiker gern mal zu hören bekommen. Die Wirtschaftswissenschaftler
wollten es genauer wissen und haben erneut ihre Absolventen befragt: Welchen
Weg schlagen sie nach dem Studium ein? Professor Manfred Lösch und
Christian Gayer (Lehrstuhl Quantitative Analyse) haben die Antworten ausgewertet.
Die meisten Absolventinnen und Absolventen
kommen demnach in größeren Unternehmen im Ruhrgebiet oder in
NRW unter, sie arbeiten oft im Controlling/Rechnungswesen und verdienen
etwa 73.000 Mark. "Bisher haben die Befragungen meist gezeigt, dass Frauen im Schnitt bessere Noten haben, schneller studieren, aber häufig längere Zeit bis zum Berufseinstieg warten als die Männer und zudem weniger verdienen", sagt Manfred Lösch. "Jetzt ergibt sich erstmals ein anderes Bild: Frauen verdienen im Durchschnitt so viel wie Männer und liegen bei den Spitzengehältern für Berufseinsteiger sogar vorn." An der Befragung haben 31 von 67 Absolventen teilgenommen. Die Verteilung der Merkmale "Diplomnote", "Diplomarbeitsnote", "Geschlecht" und "Alter" in der Gruppe der Befragten unterscheidet sich nicht signifikant von der Gesamtheit aller Absolventen. Als Grundlage für diesen Vergleich dienten die Prüfungsbogen der Examensteilnehmer vom Frühjahr 2000. Die Ergebnisse der Befragung lassen sich demnach tendenziell auf die Bochumer Absolventen der Wirtschaftswissenschaft verallgemeinern. Über 80 Prozent der Befragten betrachten ihr Studium als "äußerst" oder "überwiegend" effektive Grundlage für den Job. Die typische Absolventin, der typische Absolvent hat zwischen drei und zehn Bewerbungsschreiben verschickt sowie im Schnitt vier Vorstellungsgespräche benötigt, um eine Stelle zu finden. Bei ihrer Suche griffen 45 Prozent auf den Klassiker "Stellenanzeige" zurück, 14 Prozent nutzten Praxiskontakte sowie jeweils 10 Prozent Absolventenkongresse oder "Vitamin B" (persönliche Beziehungen). Etwa ein Drittel der Teilnehmer arbeitet im Bereich Controlling, je 17 Prozent sind inzwischen Unternehmensberater sowie Wirtschaftsprüfer bzw. Steuerberater, 13 Prozent geben an, im weitesten Sinne im Management tätig zu sein. Die durchschnittliche wöchentliche Arbeitszeit beträgt 46,5 Stunden - mit einem Einstiegsgehalt, das zwischen 57.000 und 86.000 Mark liegt (Mittel: 73.000). Die Absolventen zieht es zu größeren Unternehmen in NRW. 37 Prozent der Befragten arbeiten in einem Unternehmen mit 1.000 bis 5.000 Beschäftigten, 20 Prozent gar in noch größeren Unternehmen. Der Arbeitsplatz liegt für 43 Prozent im Ruhrgebiet, 47 Prozent arbeiten im sonstigen NRW - und nur ein Befragter hat eine Stelle im Ausland. Praktische Erfahrungen während des Studiums sind das A & O: Als "erwünschte Zusatzqualifikationen" während des Studiums nennen die meisten Befragten "Praxisbezug", gefolgt von "EDV" und "Fremdsprachen". Daher empfehlen die Absolventen auch künftigen Studierenden in erster Linie, praktische Erfahrungen zu sammeln und Auslandssemester einzulegen. jw Infos: www.ruhr-uni-bochum.de/stat-oek |
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| 02.01.2002 |