Gegen Studiengebühren
   
 
AStA protestiert
 
  In der mit rund 1.000 Studierenden besuchten Uni-Vollversammlung (VV) am 5.12. ging es hoch her: Die Entwürfe von NRW-Bildungsministerin Behler für ein Studienkontenmodell hatten Furore gemacht. Sie garantieren zwar auf den ersten Blick ein gebührenfreies Erststudium, so der AStA, lassen aber Hintertürchen offen für heimliche Gebühren. Ungerechtigkeiten drohen etwa Studierenden, die nach dem Bachelor in die Masterphase gehen wollen, die sich ihr Studium selbst finanzieren müssen und daher länger brauchen, oder die auch über die Grenzen ihres eigenen Faches hinaus Veranstaltungen besuchen wollen. Bildung werde verknappt und verkomme zur Ware, fürchtet der AStA. In seiner Resolution, die von der VV verabschiedet wurde, fordert er u. a. eine Stellungnahme des Rektors. Es folgten Aktionen auf dem Campus, wie die Verbarrikadierung des Zugangs mit Kartons.
Am 13.12. schließlich schritten etwa 30 Studierende gemächlich im Rhythmus des von einer Posaune intonierten Trauermarsches in die Senatssitzung, zogen ihr "letztes Hemd" aus und übergaben es dem Rektor. "Wir lassen uns nicht verkaufen, weder für dumm noch für Geld", hieß es. Anschließend übergaben die Studierenden dem Rektor und den Senatorinnen und Senatoren "1. Hilfe-Pakete". Sie enthielten u.a. "einen Beutel Schleim", damit sie sich "besser bei Ministerin Behler einschleimen" können, und eine Kerze, damit "Ihnen ein Licht aufgehe" und sie sich der beigefügten Protestresolution der Studierenden anschließen mögen. Rektor Petzina bot den Studierenden eine offene Diskussion zu einem anderen Zeitpunkt an und betonte, dass er die Uni als Ganzes vertrete und sich daher sicher nicht alle Forderungen der Studierenden zueigen machen könne. md/jk
   
   
   
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02.01.2002