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Auf der Wiese zwischen den Gebäuden IA und IB, wo die Urzelle der
Ruhr-Uni steht, kommt es am 23. Januar zum Showdown der Eier-Transporteure.
Dann findet wieder der traditionelle Konstruktionswettbewerb für
Erstsemester, "Flying Ei" statt, den Fachschaft und Tutorium
Maschinenbau gemeinsam veranstalten. Fliegen
wird das Ei jedoch nicht, sondern die findigen Nachwuchsingenieure müssen
es einen Hügel hinauf befördern. Damit es vorher etwas
zu Tüfteln gibt, haben die Veranstalter den Eier-Transport mit einigen
Bedingungen und Vorgaben gesalzen.
Raufschießen zum Beispiel scheidet aus, das Ei darf sich nicht mehr
als anderthalb Meter vom Boden entfernen. Auch die beliebte Styroporkugel
kommt nicht in Frage, das Ei muss zu mindestens einem Drittel sichtbar
sein. Die Konstrukteure dürfen ihr Transportmittel nach dem Start
nicht mehr von außen mit Energie versorgen, es muss sich selbstständig
fortbewegen. Kurs- oder sonstige Korrekturen sind verboten, somit darf
das Ei natürlich auch nicht auf Schienen nach oben gebracht werden.
Schwierig? Es kommt noch schlimmer: Verbrennungsmotoren, Akkus, Batterien,
Elektrizität aus Notstromaggregaten oder Kernreaktoren sind ebenfalls
verpönt, die Veranstalter wünschen einen umweltfreundlichen
Antrieb des Transportmittels. Die Teilnehmer dürfen das Ei beim Start
nicht mit direkter Muskelkraft anschieben, ihnen bleibt nur die Mechanik:
ein Katapult z. B., eine Feder oder Druckluft. Aufgrund bisheriger Nachfragen
weist die Fachschaft ausdrücklich darauf hin, dass die Wettbewerber
selbstverständlich keine Henne den Hügel hinaufschicken dürfen,
die dann ein Ei legt.
Sieger ist, wer das Ei am weitesten und unbeschadet auf den Hügel
transportiert. Die Veranstalter messen dort, wo das Ei letztlich zum Stillstand
kommt. Ein weiterer Preis geht an die originellste Konstruktion. jw
Infos: Tutorium und Fachschaft Maschinenbau, IB 02/330,
Tel. -25545
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