Multimedia für alle
   
  Im Gespräch: Dr. Martina Hoffmann, MSZ
 
 

Jahrhunderte lang war Wissenschaft an das Medium Buch gebunden. Heute ist das Erzeugen von Wissen meist eine Frage des effizienten Umgangs mit Computern: sowohl beim vernetzten projektbezogenen Arbeiten als auch beim Darstellen von Forschungsergebnissen. Zudem wird der sichere Umgang mit neuen Medien immer häufiger für Lehrveranstaltungen, Präsentationen oder Internet-Anwendungen benötigt. Aus diesen wachsenden Bedürfnissen heraus bietet seit kurzem das Multimedia Support Zentrum (MSZ) eine vielseitige Hilfestellung für Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler der RUB, die ihre Kreativität durch neue Medien umsetzen möchten. Hanna Martyniuk sprach mit der Leiterin des MSZ, Dr. Martina Hoffmann.

RUBENS: Warum wurde das Multimedia Support Zentrum ins Leben gerufen?
Hoffmann: Die Relevanz von multimedialer Technik in Forschung und Lehre wird immer größer. Bis vor kurzem gab es an der RUB keine Einrichtung, die sowohl "Fortgeschrittenen" als auch "Anfängern" Hilfe bieten konnte. So entstand die Idee, auf der Basis von erweiterten Personalressourcen, neuesten technischen Geräten und entsprechend renovierten Räumlichkeiten des früheren Audio Visuellen Zentrums (AVZ), das Multimedia Support Zentrum zu gründen.

RUBENS: Was unterscheidet das MSZ vom AVZ?
Hoffmann: Das MSZ verfügt über ein deutlich erweitertes und technisch aktualisiertes Angebot und bietet den Angehörigen der RUB mit zusätzlichen Mitarbeitern einen ausgebauten Servicebereich. Dazu gehören u.a. die Beratung bei multimedialen Projekten (Web-Auftritten, Präsentationen auf CD-ROM etc.), Videoproduktionen (Aufzeichnung von Veranstaltungen), Sprachaufzeichnungen, Videokonferenzen. Einen sehr wichtigen Bestandteil des Angebots bilden Schulungsveranstaltungen - Seminare oder Kleingruppencoaching im Bereich Multimedia. Das vermittelte Know-how orientiert sich unmittelbar an den Anforderungen der Praxis: Wie bearbeitet man Graphik- und Bildelemente, wie bereitet man mit Hilfe moderner Technik eine Präsentation vor, wie erstellt und pflegt man eigene Web-Seiten?

RUBENS: Was ist das Besondere an Ihrem Angebot?
Hoffmann: Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter arbeiten mit einer sehr hohen Eigenmotivation daran, ihren jetzigen Wissensstandard permanent weiterzuentwickeln und sind deshalb entsprechend offen, gemeinsam mit den Nutzern auch ausgefallene Problemlösungen zu finden. Diese Flexibilität ist besonders wichtig in einem so rasant voranschreitenden Bereich wie dem der multimedialen Technik.

RUBENS: Wo liegen Schwächen des MSZ?
Hoffmann: Das MSZ befindet sich zurzeit im Aufbruch. Angesichts der umfangreichen neuen Aufgaben und der massiv steigenden Nachfrage seitens der Wissenschaftler der RUB sind unsere Personalressourcen knapp. Deshalb kann es bisweilen zu kleinen Wartezeiten kommen, für die wir um Verständnis bitten müssen.

RUBENS: Ihre Ziele und Hoffnungen?
Hoffmann: Es gibt im Bereich von Wissenschaft und Lehre ein hohes Potenzial an Kreativität, das aber momentan noch nicht ausgeschöpft wird. An vielen Stellen herrscht die Unsicherheit vor dem neuen, teils sehr komplexen Medium. Ich möchte dazu beitragen, diese Schwellen zu senken und zeigen, dass es durchaus sinnvoll ist, sich der neuen Medien zielgerichtet zu bedienen. Sie müssen allerdings so eingesetzt werden, dass sie helfen, Inhalte noch besser zu vermitteln, nicht sie multimedial zuzudecken. Ich hoffe, dass wir mit unserem Angebot jeder Wissenschaftlerin und jedem Wissenschaftler der RUB die Möglichkeit eröffnen, sich - abgestimmt auf die individuellen Erfordernisse - der neuen Technik zu bedienen.

Martina Hoffmann, geb. 1967 in Wuppertal, studierte Germanistik und Philosophie an der RUB und wurde 1997 promoviert. Sie arbeitete mehrere Jahre lang in verschiedenen Dezernaten der RUB-Verwaltung. Seit diesem Jahr leitet sie das MSZ, eine Untereinheit des Dezernats 6.

   
   
   
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01.12.2001