| Gefährliche Schnarchnase | |
| RUBIN 2/2001 ist da | |
|
|
|
| Über die Gefahren des Schnarchens sind sich nur die wenigstens
im Klaren: Nicht etwa die Attacken des oder der entnervten Liebsten allein
sind es, die schlimme Folgen haben können. Wirklich
ernst wird es für Schnarcher, die am "Schlafapnoe-Syndrom"
leiden. Bei ihnen setzt im Schlaf die Atmung aus, das Gehirn bekommt nicht
ausreichend Sauerstoff. Betroffene sind tagsüber oft müde
und unkonzentriert - sie verursachen bis zu sieben Mal so viele Verkehrsunfälle
wie Gesunde und dadurch enorme Kosten. Und damit nicht genug: Schlafapnoe-Patienten
erkranken sehr viel häufiger als andere an chronischen Herz-Kreislauferkrankungen
wie Bluthochdruck und Gefäßverkalkung, sie haben öfter Schlaganfälle
und Herzinfarkte. RUB-Medizinern ist es nun erstmals gelungen, den Zusammenhang
zwischen der Schlafapnoe und solchen Erkrankungen zu finden. Der Schlüssel
sind Endothelzellen in den Wänden der Blutgefäße. Sie sind
u. a. für die Einstellung der Gefäßweite verantwortlich.
Auf ein bestimmtes Hormon reagieren sie mit der Ausschüttung von NO
(Stickstoffmonoxid), die das Gefäß erweitert. Bei Schlafapnoe-Patienten
funktioniert dieser Ablauf nicht mehr: Das Gefäß dehnt sich nur
auf 60 Prozent seiner Maximalweite, weil die Endothelzellen nicht ausreichend
NO abgeben. Eine mögliche Therapie des Syndroms ist die sog. CPAP-Behandlung, bei der ein Patient nachts über eine Atemmaske ständig einen Überdruck atmet, so dass die Atemwege offen bleiben. Versuche im Fahrsimulator zeigen, dass sich die Unfallrate schon nach wenigen Wochen der Therapie deutlich verringert. Und auch die Endothelzellen tun wieder ihren Dienst, die Gefäßregulation verläuft völlig normal. Ärzte vermuten, dass möglicherweise mechanische Kräfte oder Radikale, die sich durch den Sauerstoffanstieg und -abfall bilden, für die Schädigung der Zellen verantwortlich sind. Den vollständigen Beitrag lesen Sie in RUBIN 2/2001, wo Sie auch folgende Themen finden: Magnetes Geheimnis; Partnerwahl mit (r)evolutionärem Trick; Vom Fremdkörper zum biologisch aktiven Implantat; "Kurz eingenickt" - die Folgen für Mensch und Gesellschaft; "Eigenlob stinkt, Herr Schröder"; Kunstsprache optimiert: Weil der Zweck die Sprache formt. Hinzu kommen zwei brandneue Rubriken in RUBIN: "Forschung für den Transfer" und "Studieren und Forschen". RUBIN ist in der Pressestelle der RUB (UV 3-362) für 5 DM erhältlich. md |
|
| Ihre Meinung ist gefragt! Schreiben Sie uns einen Leser(innen)brief! |
| zurückblättern | zur Themenübersicht | weiterblättern |
| 01.12.2001 |