Ehrenbürger der RUB
   
  Nobelpreisträger Eigen
 
  Im Rahmen einer Sondersitzung des Senats der RUB wird am 17. Dezember (11 h) im Musischen Zentrum Prof. Dr. Manfred Eigen die Würde eines Ehrenbürgers der Ruhr-Uni Bochum verliehen. Den entsprechenden Beschluss fasste der Senat bereits im Sommer.
Der im Jahre 1927 geborene Manfred Eigen ist ein "Bochumer Jung". Nach seinem Abitur am Humanistischen Gymnasium in Bochum studierte er Physik und Chemie in Göttingen und arbeitete seit 1953 am Max-Planck-Institut für physikalische Chemie, dessen Leiter er 1957 wurde. Er entwickelte kinetische Messtechniken, mit denen er vor allem ultraschnelle Reaktionen in Wasser verfolgen konnte. Die zahlreichen Ehrungen und Auszeichnungen für diese Verfahren krönte 1967 der Nobelpreis für Chemie (zusammen mit R.G.W. Norrish und G. Porter). Die Ehrenbürgerwürde der Ruhr-Uni soll den Generalisten wieder an seine Heimatstadt binden. Sie soll die RUB und den Wissenschaftsstandort Bochum international sichtbar machen und ein Zeichen setzen für den Neuanfang im Ruhrgebiet: Seinen Bürgern soll bewusst werden, dass ihre Region nicht nur in Sport und Politik, sondern auch in der Wissenschaft bedeutende Namen hervorgebracht hat.
Die Verleihung steht im Mittelpunkt eines Festaktes mit Musik, Laudatio und Festvortrag. Zu Beginn, in der Mitte und am Schluss spielt das Streichtrio des MZ Werke von Joseph Haydn. Nach der Begrüßung durch RUB-Rektor Prof. Dietmar Petzina hält Prof. Günter von Kiedrowski (Fakultät für Chemie) die Lobrede auf Prof. Eigen; für den Festvortrag ("Zelle, Gehirn, Computer - und was sie sich zu erzählen haben") sorgt Prof. Christoph von der Malsburg (Institut für Neuroinformatik). ad
   
   
   
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01.12.2001