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Überraschung in der Fakultät für Biologie:
In der ersten Semesterwoche stellte sich heraus, dass das NC-Fach mit immerhin
37 neuen Studierenden zu viel bedacht wurde. Die zuvor klar festgelegte
Kapazitätsobergrenze liegt bei 249 Erstsemestern (Diplom: 221; Lehramt:
28); stattdessen wurden der Fakultät von der ZVS 286 Neue zugewiesen
(Diplom: 229; Lehramt: 57). Wohin mit ihnen, fragt man sich nun, zumal alle
Neuen Pflichtveranstaltungen besuchen müssen. Außerdem richtet
sich die Kapazität nach Räumen (inklusive Laborarbeitsplätzen)
und Dozierenden, über die nicht frei verfügt werden kann, schon
gar nicht derart kurzfristig. Prodekan Prof. Thomas Stützel ist über
die Vorgehensweise der ZVS erstaunt: "Vor allem die Lehrämtler
werden offenbar einfach nur auf die Unis verteilt, ohne dass man schaut,
wo überhaupt Platz wäre." Die gestiegene Zahl an Biolog/innen
überrascht erst recht, wenn man erfährt, dass der NC in diesem
Jahr um mehr als eine Note angehoben wurde (von 3,9 auf 2,8). Andererseits
behält Prof. Stützel bei all dem eines im Auge:
"Wir wissen natürlich, dass die neuen Studierenden keine Schuld
an der Situation tragen. Wir werden deshalb alles versuchen, ihnen eine
gute Ausbildung zu geben", verspricht er und schüttelt
doch im nächsten Moment den Kopf - aus einem ganz anderen Grund: "Wirklich
ärgerlich wird das ganze, wenn man praktisch zeitgleich aufgefordert
wird, die Stellenstreichungen laut Qualitätspakt konkret zu benennen."
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