| Große Ziele | |
| Vereinbarung zwischen Rektorat und Sowis | |
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| Das Globalziel heißt ganz klar:
Erhöhung der Absolventenquote in den Studiengängen der Fakultät
für Sozialwissenschaft (Sowi). Schließlich liegt die Quote momentan
bei nur 50 %. Wie sie im einzelnen erhöht werden soll, darauf verständigten
sich im September Fakultät und Rektorat in einer Zielvereinbarung. Da viele Studierende der Sozialwissenschaft in der obligaten Methoden- und Statistikausbildung scheitern, wird zunächst dort angesetzt. Im Rahmen des Leuchtturmprojekts "Berufsfeldorientierung im sozialwissenschaftlichen Studium" werden neue Veranstaltungsformen für die Einführung in Methodenlehre und Statistik erprobt; zudem sollen im BA-Studiengang spezielle Veranstaltungsformen getestet werden. Weiterhin wird ein PC-Arbeitsraum mit zwölf Rechnern eingerichtet. Diesen finanziert das Rektorat - auf Kreditbasis - aus Mitteln der Finanzautonomie. Verbessert werden soll zudem die Betreuung, also die Kommunikation zwischen Studierenden und Lehrenden. Neben eher allgemein formulierten Maßnahmen wie intensivere Beratung bei Eintritt ins Hauptstudium, Gruppenberatung und Prüfungsunterstützung enthält die Zielvereinbarung drei ganz konkrete Schritte: Leistungsnachweise werden nur noch persönlich durch die Lehrenden ausgegeben; die Lehrenden versehen alle Hausarbeiten mit einem Kommentar; ein Hauptstudiumstag wird etabliert, an dem Vertreter/innen aller Sektionen teilnehmen. Das dritte Teilziel ist die Verbesserung der Struktur und Koordination des Lehrangebots. Kernstück der dazugehörigen Maßnahmen ist eine Selbstverpflichtung der Hochschullehrer: 50 % ihres Lehrdeputats sollen künftig auf Veranstaltungen im Grundlagenbereich (Grundstudium) entfallen. Flankiert wird dies u.a. von neuen, internetgestützten Veranstaltungsformen. Dafür sollen verstärkt Fördermittel für Modellprojekte eingeworben werden. Für alle genannten Maßnahmen werden in der Zielvereinbarung Verantwortliche benannt und feste Termine gesetzt: Start ist meist das WS 2001/02; alle Maßnahmen müssen in zwei Jahren beendet und evaluiert sein, dann endet auch die Laufzeit der Zielvereinbarung. Im konkreten Fall PC-Arbeitsraum geht es dann auch ums Geld. Sind die vereinbarten Maßnahmen nicht realisiert, muss die Fakultät den oben erwähnten Kredit ans Rektorat zurückzahlen; im zu erhoffenden günstigeren Fall bleiben die Mittel bei den Sowis. Hintergrund dieser einzigartigen und u. U. auch beispielhaften Vereinbarung zwischen dem Rektorat und einer RUB-Fakultät ist die Verbundevaluation Sozialwissenschaft (RUBENS 37 & RUBENS 49). An ihr beteiligten sich 1999/2000 neben der RUB die Unis Duisburg und Münster. Die Ergebnisse der Evaluation bildeten nun die Basis für die von der Fakultät angeregten Zielvereinbarung; sie sind unter www.ruhr-uni-bochum.de/sowi/ abrufbar. Übrigens sind Zielvereinbarungen zurzeit groß in Mode. Neben der gerade geschilderten und jener zwischen RUB und MSWF (s. nebenstehenden Artikel) plant das Rektorat Einzelvereinbarungen mit allen Zentralen Wissenschaftlichen Einrichtungen der Uni; darüber werden wir in RUBENS zu gegebener Zeit berichten. ad |
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| 01.10.2001 |