Gestufte Lehrerausbildung
   
  Geplant ab WS 02/03
 
 
Wenn das NRW-Wissenschaftsministerium (MSWF) mitspielt, wird die RUB ab dem WS 02/03 Lehrer/innen nach dem BA/MA-Modell ausbilden. Der Senat der RUB beschloss die Einführung der gestuften Lehrerbildung am 19. Juli einstimmig. Den Antrag der zehn lehrerausbildenden Fakultäten für 20 Unterrichtsfächer reichte die RUB beim MSWF ein; losgelöst von der Lehrerausbildung starten bereits jetzt gestufte Studiengänge in vielen geistes- und naturwissenschaftlichen Fächern der RUB.
Mit dem gestuften Modell will die RUB Fachwissen und didaktische Fähigkeiten von Lehramtskandidat/innen sichern und ihre Studiendauer verkürzen. Zugleich werden die zukünftigen Lehramtsstudierenden mit dem obligatorischen BA-Abschluss eine größere Flexibilität auf dem Arbeitsmarkt haben, denn der erste Abschluss eröffnet den Studierenden mehrere Möglichkeiten für ihren weiteren Werdegang. Sollten sie sich nicht entscheiden, die Uni mit dem BA zu verlassen, haben sie die Wahl zwischen einer fachwissenschaftlichen Variante, die mit dem Master abschließt, und der auf das Berufsfeld Schule fokussierten Variante.
Die erste Studienphase, die auf sechs Semester angelegt ist, soll sowohl fachwissenschaftliche Grundkenntnisse als auch fachübergreifende Schlüsselqualifikationen vermitteln. In einem Optionalbereich müssen die Studierenden "soft skills" erwerben (s. u.). Am Ende der BA-Phase steht ein Orientierungspraktikum, das helfen soll, die Berufs- bzw. Studienwahl nochmals zu hinterfragen und eine fundierte Entscheidung für den weiteren Weg zu treffen. Der Schwerpunkt der viersemestrigen Masterphase für das Lehramt liegt verstärkt auf erziehungswissenschaftlichen und fachdidaktischen Studienanteilen, die durch die weiter geführte fachwissenschaftliche Ausbildung ergänzt werden. md

Optionalbereich
Gleichzeitig mit der flächendeckenden Einführung gestufter Studiengänge zum WS 01/02 richtet die RUB ein fakultätsübergreifendes Studiendekanat ein. Es soll den neuen "Optionalbereich" organisieren. Studierende belegen im BA/MA-Studiengang zwei gleichberechtigte Fächer und wählen dazu Module aus dem Optionalbereich, der von den beiden Studienfächern unabhängig ist. Dort stehen fünf Schwerpunkte zur Auswahl, von denen jede/r Studierende drei belegen und Credit Points für die BA-Examensnote sammeln muss : "Fremdsprachen", "Präsentation, Kommunikation und Argumentation", "Informationstechnologien/EDV", "Praktikum" und "Interdisziplinäre Studieneinheiten" (z. B. "Volkswissenschaft für Nichtökonomen").
Das neue Studiendekanat setzt sich noch weitere Ziele: So soll eine intensive Beratung zu zügigen Abschlüssen verhelfen. Um die Attraktivität des Studienangebots im Optionalbereich sicherzustellen, werden regelmäßig Zufriedenheit und Interessen der Studierenden ermittelt und das jeweilige Kursangebot darauf abgestimmt. md/ad

   
   
   
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01.10.2001