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Gemütlich wie üblich ging es am Nachmittag auf dem
Campusfest zu: Genüsse aus aller Herren Länder konnte man sich
bei Sonnenschein schmecken lassen, allerhand Nippes angucken und Musik hören
- doch was für ein Schreck: Halbtote Schwerverletzte liefen da herum,
ein Messer im Kopf und Rinnsale frischen Bluts im bleichen Gesicht! "Frische
Wunden klein 5,-/groß 7,-" verkündete eine Tafel - alles
Lüge, nur Maskenbildnertricks, Gott sei Dank. Auch andere hatten den
Horror für sich entdeckt und lockten mit Drachen und Hexen und Sauriereiern
an. Aber auch für weniger Hartgesottene gab es allerhand zu sehen:
Musik auf dem Forum, Tanz und Zauberei im Uni-Center, Kaffee und Kuchen
im Audimax. Zudem konnte man sich für die abendliche Party in der Mensa
noch schnell mit einem coolen Outfit einzudecken: Mit Zicken-T-Shirts, ausgefallenen
Taschen und Kopfbedeckungen war der Abend gerettet - der
allerdings, wie das gesamte Fest, mit der RUB nur noch sehr wenig zu tun
hat und als buntes Kommerzfest eigentlich über auf der Welt stattfinden
kann; entsprechend fielen auch alle Kommentare aus, die uns erreichten.
Möglicherweise muss also neu über das Campusfest nachgedacht werden.
Übrigens: Wer am Freitag nach dem Fest an der RUB war, wird
sich vielleicht über die gigantischen Müllberge und den Scherbensee
gewundert haben. Beides sei jedoch normal, versicherte die Hausverwaltung.
Dass der Müll am Freitag noch da war, läge nur daran, dass die
Aufräumarbeiten erst am Freitagmorgen begannen - statt wie sonst am
Donnerstag. Hintergrund: Man wollte Kosten sparen; aufgrund der Feiertagszuschläge
(Fronleichnam) kostete das Aufräumen früher 9.000 DM, diesmal
nur 4.500 DM. Ansonsten meldete die Hausverwaltung keine außergewöhnlichen
Vorfälle. Es sollen allerdings - wegen des schönen Wetters und
fehlender Alternativen wie Fußball im TV - etwa 30 Prozent mehr Gäste
auf dem Campusfest gewesen ein als zuletzt. md & ad
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