| Leserbrief | |
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Es ist schon bemerkenswert, wie tief der Brand im Gebäude NA am 14. Februar seitens der Universitätsverwaltung gehängt wird. Das Feuer war für die dort Beschäftigten lebensbedrohend. Der Brand hätte in einer Katastrophe enden können. RUBENS meldet den Brand in der Aprilnummer unter "Was sonst noch geschah" an letzter Stelle in wenigen Zeilen mit nichtssagendem Bild. Die Banal-Nachricht "Wellensittich entflogen" hätte nicht dürftiger kommentiert werden können. Jedoch wird der geneigte Leser auf die nächste Nummer verwiesen, in der das neue Sicherheitskonzept "ausführlich verraten" werden soll. Nichts dergleichen ist in der Mainummer zu lesen. Stattdessen wird auf Seite 4 das Feuer in NA in einem Nebensatz als - so wörtlich - "eher gehasst als geliebt" - verniedlicht. Dies ist Hofberichterstattung, wo investigativer Journalismus angebracht gewesen wäre: a) Warum wurde kein Hausalarm ausgelöst, als der Qualm schon elf Stockwerke (!) über dem Brandherd zu riechen war und kurz darauf die Korridore durchzog? Wenn schon die Leitwarte telefonische Brandmeldungen nicht weiter ernst nehmen sollte, so müssen doch die automatischen Brandmelder angesprochen haben. b) Welchen Sinn haben die Schilder an den Fahrstühlen "Im Brandfall nicht benutzen", wenn dieser nicht angezeigt wird. Dem Unterzeichnenden wird noch heute mulmig zumute, wenn er an seine Fahrstuhlfahrt von NA 7 Süd in den Brandbereich NA 05 Süd denkt, die er Gott sei Dank lebend und ohne Schäden überstanden hat. c) Was haben sich die Verantwortlichen eigentlich dabei gedacht, als sie den (endlich) ausgelösten Hausalarm einfach wieder abstellten? Und dies zu einem Zeitpunkt, als das Gebäude noch voller Qualm war und die Feuerwehr dort mit Gasmasken und Sauerstoffgeräten arbeitete. Wolfhard Schlosser (Gebäude NA) Anmerkung der Redaktion: Auch wir warten noch sehr gespannt aufs neue Sicherheitskonzept - und gehen davon aus, dass es wohl sehr gut werden wird, wo doch so lange daran gearbeitet wird. |
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| 01.07.2001 |