| Treffpunkt Europa | |
| Jurastudierende in Polen | |
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| Globalisierung, Europäische Familie, Osterweiterung,
das Haus Europa - all das sind plakative Schlagworte, die aufmerksame Zeitungsleser/innen
immer häufiger vor Augen haben. Aber was steckt inhaltlich dahinter?
Auf diese Frage kann man aus verschiedenen Blickwinkeln antworten, u. a.
aus der politischen und juristischen Perspektive. Mit dem Vorsatz, im Rahmen des Seminars "Architecture of the European Security" mit anderen europäisch Interessierten einen juristisch geprägten Dialog über die o. g. Themen zu führen, sind wir - eine siebenköpfige Gruppe der Juristischen Fakultät - am 6. Mai nach Opolnica, 60 km südlich von Breslau, aufgebrochen. Im Tagungszentrum, idyllisch am Rande des Riesengebirges und unweit der tschechischen Grenze gelegen, erwarteten uns bereits Vertreter/innen der drei anderen Unis. Neben uns Bochumer/innen nahmen am Seminar 39 Studierende und Professor/innen aus Breslau, Krakau und Frankfurt/ Oder teil. Unser Tagesablauf war überwiegend durch Vorträge und Referate mit anschließender Diskussion geprägt. Wie wird die Sicherheitspolitik der EU sich, u. a. im Zuge der Osterweiterung, in Zukunft weiter entwickeln? Dieser und ähnlichen Fragen haben wir uns im Laufe der vier Tage - übrigens immer auf englisch - versucht anzunähern. Organisiert wurde das internationale Diskussionsforum vom "Konrad-Adenauer-Centre for the European Integration" und "Chair of International and European Law of the Faculty of Law and Administration, Uni Breslau". Geboren wurde die Idee zum Länder übergreifenden fachlichen Dialog schon vor über 20 Jahren von den auch diesmal bei der 11. Konferenz anwesenden Professoren Knut Ipsen, Maciej Lis und Kazimierz Lankosz. Natürlich kam neben dem fachlichen Dialog auch der gesellige Teil nicht zu kurz. Wir haben so manchen lustigen und unterhaltsamen Abend miteinander verbracht und auch die Professor/innen haben den juristischen Dialog in gemütlicher Runde allabendlich fortgesetzt. Abgerundet wurde das Seminar mit einem Ausflug nach Breslau. Ich selbst habe als "Schmalspurjuristin" (ich studiere im Magisterreformmodell lediglich Öffentliches Recht aus dem Jurabereich) nicht den Eindruck gehabt, dort fehl am Platz gewesen zu sein. Im Gegenteil, ich habe durch die Teilnahme nicht nur zusätzliche Fachkenntnisse gewonnen, sondern auch meinen politischen Blick für das EU-Geschehen geschärft. Abschließend möchte ich jeden ermutigen, an derartigen, vielleicht sogar fachfremden, Seminaren teilzunehmen, denn es ist in jedem Fall ein Gewinn an Erfahrungen und eine persönliche Horizonterweiterung. Laura Streitbürger |
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| 01.07.2001 |