Die RUB in den USA
   
   
 
  Beteiligung der RUB an der 53. NAFSA - Association of International Educators - Jahreskonferenz, in Philadelphia, Pennsylvania, USA, 27. Mai - 1. Juni 2001, Gemeinschaftsstand des DAAD (German Pavilion) "Study and Research in Germany"

Teilnehmer/innen der RUB:
Dr. Wolfgang Budach, Unikontakt, Dez. 2,
Petra Henseler, Dez. 2.

Sonstige Teilnehmer:
Neben der RUB waren auf dem Gemeinschaftsstand des DAAD vertreten:
Universitäten: Bonn, TU München, Leipzig
Fachhochschulen: Düsseldorf
private Hochschulen: Stuttgart Institute of Management and Technology
Gemeinschaftsstände deutscher Bundesländer:
- Berlin und Brandenburg
- Hessen
- Niedersachsen
- Sachsen
(Die beiden Gemeinschaftsstände der Länder Bayern und Baden-Württemberg gehörten nicht zum German Pavilion des DAAD, waren aber gleich konzipiert und grenzten direkt an den DAAD-Stand)
DAAD
Goethe-Institute, German Information Center, New York
Alexander von Humboldt - Stiftung

Die NAFSA:

Als "National Association of Foreign Student Advisers" (NAFSA) 1948 gegründet , als ca. 25.000 ausländische Studierende in den USA zu betreuen waren, wurde die NAFSA, als die Zahl der ausländischen Studierenden in den USA auf ca. 400.000 angewachsen war und weltweit Studentenaustausch organisiert wurde, 1990 - unter Beibehaltung des Akronyms - in "Association of International Educators" umbenannt.

Bei der NAFSA handelt es sich heute um die größte Konferenz und Fachmesse der USA oder sogar weltweit, die die Internationalisierung von Hochschulen zum Thema hat, d.h. die Zielgruppen sind nicht Studenten und Schüler, sondern z.B. die Leiter der Büros für Internationale Beziehungen der Hochschulen, der sonstigen Forschungs- und Bildungseinrichtungen, Ministerien etc. Die fast 6000 Teilnehmer kommen aus 70 Ländern der Erde.


Standort, Organisation und Betreuung

Der Ausstellungsteil der NAFSA-Jahreskonferenz war in der Halle B des Convention Center von Philadelphia großzügig und ansprechend untergebracht. Das geänderte Standkonzept des DAAD sollte Vielfalt (Länder, Organisationen, Universitäten...), Offenheit und Transparenz, aber vor allem auch Einheitlichkeit im durchgängigen Corporate Design vermitteln, was nach Meinung aller Beteiligten auch voll gelungen ist. Jede Institution hatte eine ovale, schräg gestellte Theke mit eigener Namensblende. Insgesamt machte der Stand auf 120 m2 einen sehr gediegenen, ansprechenden Eindruck. Es gab mehrere Besuchertische, insgesamt 7 Online-PCs und dazu noch Stromanschlüsse für Laptops an jeder Theke.
Die Firma PCS, Stuttgart, war für den professionellen Standbau verantwortlich, war während der gesamten Messe präsent und bei allen Fragen oder Problemen jederzeit zur Stelle.
Bei dem vom DAAD am Vorabend der Messe veranstalteten Briefing gab es u.a. eine Kurzeinführung zu Ablauf, Veranstaltungszielen und Messestandorganisation.


Messe

Die NAFSA bietet eine Fülle von Workshops, Informationsveranstaltungen, und Podiumsdiskussionen rund um das Thema Internationalisierungsstrategien der Hochschulen bzw. internationaler Studentenaustausch. Der Ausstellungsteil bietet die Möglichkeit, das Angebot an internationalen Studiengängen von Hochschulen aus aller Welt zu vergleichen, Kontakte zu knüpfen, vor allem aber auch seine internationalen Partner zu treffen.
Die RUB hat sich nach Jahren zum ersten Mal wieder auf der NAFSA präsentiert und sich somit der weltweiten Konkurrenz gestellt. Dabei wurde sehr schnell deutlich, dass wir auch für diese Art von Messen nicht das passende Informationsmaterial zur Verfügung hatten. Einzig mit unserem von der Pressestelle aktualisierten Study-Guide als CD-Rom mit neuem, sehr ansprechendem Cover konnten wir glänzen. Das Sammelsurium von unterschiedlichsten Broschüren und Faltblättern, die wir ansonsten ausgelegt hatten, wirkte sehr provinziell. Für die NAFSA-Klientel braucht man eine kleine Broschüre mit Facts and Figures, eine Hochglanz-Broschüre über die Gesamtuniversität. sowie attraktive Faltblätter über die internationalen Studiengänge, wie z.B. das Faltblatt "Computational Engineering".
Die Messe bot Gelegenheit, an zwei Treffen von Netzwerken, in denen die RUB aktiv beteiligt ist, teilzunehmen: das MAUI-Netzwerk, ein Zusammenschluss von 12 nordamerikanischen Hochschulen mit dem Utrechter Netzwerk sowie das AEN-Netzwerk, ein Zusammenschluss von 5 australischen Hochschulen mit dem Utrechter Netzwerk. Es wurden neueste Entwicklungen an den jeweiligen Hochschulen vorgestellt, die neuesten Zahlen zum Studentenaustausch bekannt gegeben und neue Kontakte geknüpft.
Die beiden Länder Bayern und Baden-Württemberg haben jeweils einen größeren Empfang gegeben. Alle internationalen Partner und natürlich die Kollegen vom DAAD-Stand waren eingeladen, auch hier ergaben sich eine Menge neuer Kontakte.


Fazit

Die Teilnahme an der NAFSA-Jahreskonferenz sollte auf jeden Fall für die RUB fest eingeplant werden, zumindest für die nächsten drei Jahre, in denen wir durch die GATE-Mitgliedschaft die Möglichkeit haben, uns für einen geringen Beitrag auf dem DAAD-Gemeinschaftsstand mit einem eigenen Stand zu präsentieren. Ein separater Stand in vergleichbarer Größe hätte auf der NAFSA ungefähr das Fünffache gekostet.
Die Ländergemeinschaftstände auf dem DAAD-Stand sind zwar für die Universitäten preislich noch günstiger, doch wird die einzelne Universität dabei überhaupt nicht sichtbar, was sich - auch nach Aussage der jeweiligen Standbesetzungen - als erheblicher Nachteil erwiesen hat. Doch sollte auch beim Land NRW angefragt werden, ob sich das Land nicht in irgendeigener Form an dieser wichtigen internationalen Konferenz und Bildungsmesse beteiligen möchte.
Wichtig ist es in jedem Fall, im Vorfeld der NAFSA allen internationalen Partnern mitzuteilen, dass die Hochschule mit einem eigenen Stand vertreten ist. Erstens kommt es bei den Partner gut an, wenn man dort Flagge zeigt und zweitens ist der Stand ein hervorragender Treffpunkt für Gespräche, was wiederum die eine oder andere weltweite Reise ersparen kann.
P. Henseler
petra.henseler@ruhr-uni-bochum.de


   
   
   
  Ihre Meinung ist gefragt! Schreiben Sie uns einen Leser(innen)brief!
zurückblättern zur Themenübersicht weiterblättern

01.07.2001