| Meinungsfreiheit fördern | |
| Neuer AStA reformiert sich selbst | |
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| Verena Witte heißt die neue AStA-Vorsitzende. Mitte März
wurde sie vom Studierendenparlament (SP) gewählt. Ihre Wahl war zugleich
Höhepunkt der erfolgreichen Arbeit des letzten AStA: Bei den Wahlen zum
SP verbesserte sich die Linke Liste (LiLi) um einen Sitz (jetzt 8), die
Koalitionspartnerin Alternative Liste (AL) ebenso (jetzt 5), die Fachschaftsinitiative
(FSI) hielt ihren Sitzanteil (7). Die Koalition der drei Listen wird fortgesetzt. Erschreckend war erneut die schlechte Wahlbeteiligung von 8,9%, die im Vergleich zum Vorjahr nochmals um mehr als 1% sank. "Die Politikverdrossenheit unter den Studis ist eines unserer größten Probleme", so die neue AStA-Vorsitzende. Die 23-Jährige will darum "das Engagement der Studierenden fördern. Deshalb sind wir Mitglied im Bündnis für Politik und Meinungsfreiheit", so Witte. Unterstützt sie von ihren Stellvertretern Dominique Bender und Johannes Stark (AL) sowie dem Finanzreferenten René Voss (FSI). Die latente Frühjahrsmüdigkeit in Sachen Politikinteresse anzukurbeln ist nicht alleiniger Programmpunkt des frisch gewählten Vorstands: "Wir sind gegen gestufte Studiengänge und das Sparmodell des Expertenrats und werden dies auch deutlich zum Ausdruck bringen", verspricht Witte, die selbst im 7. Semester nach dem Reformmodell Geschichte, Philosophie sowie Film- und Fernsehwissenschaften studiert. Witte hat die überregionale AStA-Vernetzung ins Auge gefasst. "Wir werden in Kürze dem freien Zusammenschluss der Studierenden (fzs) beitreten." Davon verspricht sie sich mehr Einflussnahme und ein stärkeres politisches Gewicht. Neue Zeiten sind schon jetzt spürbar: Der Semesterbeitrag wird zum kommenden WS um etwa 4,50 DM auf 11 Euro ansteigen. "Die überregionale Arbeit des fzs kostet einfach Geld", erläutert Witte, "außerdem sind die Fixkosten des AStA für Sekretariat, Druckerei und Kulturcafé gestiegen. Wir dürfen auch nicht vergessen, dass die Studierendenzahlen gesunken sind und damit unser Haushaltsvolumen." Dennoch ein Trost: "Für arme Studierende wird der Sozialfonds angehoben." Mehr Service - mehr Kosten. Die enge Kopierzentrale in GB wurde um einen zusätzlichen Raum in GA erweitert. Das Kulturcafé verfügt seit letztem Jahr über eine Außenkonzession, die hoffentlich in diesem Sommer rege genutzt werden kann. "Im Sommer steht in Zusammenarbeit von Kultur-AG und Kulturcafé auch ein alternatives Sommerfest an", macht Witte neugierig. Weitere Veränderungen: Die BSZ - zuletzt wegen Sparmaßnahmen nur noch einmal monatlich erschienen - wird reformiert; wie, bleibt zunächst offen. Demnächst wird ein "AStA-Laden" eröffnen, wo u.a. Papierwaren und Bücher zu kaufen sind. Das Servicereferat wird seine Öffnungszeiten verlängern und das Notstand-Archiv im neu eingerichteten Raum 07 unter kommen. Neben dem Faible für Politik geht Verena Witte immer mal wieder gerne ins Kino. "Egal wo. Ich kurve gerne mit dem Studiticket durchs Ruhrgebiet." Ihr Filmtipp: "Blue in the Face - eine Hommage an New York. Der Schnitt ist einfach super." Die Anziehungskraft der Metropole ist auch ein Motiv ihrer Schwäche fürs Revier. "Im Ruhrgebiet treffe ich kulturelle Vielfalt und unterschiedliche Menschen." Dies sollte ihrer Meinung nach auch weiterhin für Hochschulen und Hochschulpolitik gelten. Thea A. Struchtemeier |
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| 02.05.2001 |