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"Tag der Forschung" auf dem Campus der RUB, "Treffpunkt Forschung"
unterm Zeltdach in der Bochumer Innenstadt, zusammen mit den drei anderen
Hochschulen der Stadt - und jetzt die "denk:2001" in der großen Ruhrlandhalle
und dort gleich auf zwei Etagen. Innerhalb von wenigen Jahren ist aus
einer relativ kleinen Präsentation von Forschung eine waschechte Wissenschaftsmesse
geworden, inklusive Sponsoren, ansprechendem Etat, adäquaten Räumlichkeiten
und einer Firma für Messebau.
Weiterhin sitzen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aller vier Bochumer
Hochschulen in einem Boot, das direkt die Bürgerinnen und Bürger Bochums
ansteuern und ihnen Wissenschaft und Forschung aus der unmittelbaren Nachbarschaft
nahe bringen soll. Ob es an den beiden Tagen im Mai tatsächlich funktionieren
wird, muss sich zeigen. An der intensiven Vorbereitung und professionellen
Organisation wird das Vorhaben jedenfalls nicht scheitern. Auch die insgesamt
68 Projekte, die auf die Besucherinnen und Besucher der "denk:2001" warten,
sind allesamt packend und innovativ. Immerhin dreht sich vieles um aktuelle
Fragen und Probleme, die für die Gesellschaft relevant sind. Es geht um
Handys und Informationstechnik, überhaupt um Kommunikation, um Gesundheit
und vieles, vieles mehr.
Hinter allen Projekten stecken hoch motivierte Forscherinnen und Forscher
der RUB, der Fachhochschule Bochum, der Technischen Fachhochschule Georg
Agricola und der Evangelischen Fachhochschule. Ihre
Aufgabe wird es sein, den eigenen Enthusiasmus spürbar werden zu lassen
und an den Ständen der Ruhrlandhalle das Spannende anschaulich und verständlich
zu demonstrieren, zu präsentieren und zu erklären. Sie müssen
sich darauf einstellen, dass ihre Gesprächspartnerinnen und -partner auf
der "denk:2001" keine Kolleginnen und Kollegen sind, sondern fast ausnahmslos
Fachfremde. Die Forscherinnen und Forscher dürfen kein Wissen zu Halbleitern
und dergleichen voraussetzen, sondern müssen in klaren Worten erläutern,
was ein Halbleiter ist und was er kann oder in Zukunft können wird - um
nur eines von vielen möglichen Beispielen zu nennen.
Wenn alle Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler akzeptieren, dass vermeintlich
komplexe Forschung in einfachen Worten und mit griffigen Beispielen gekonnt
auf den Punkt gebracht werden kann, erreicht man das wohl größte Ziel
der Forschungsmesse: die interessierten Bürgerinnen und Bürger Bochums
am 19. und 20. Mai in der Ruhrlandhalle für die herausragenden Forschungsleistungen
der vier Hochschulen zu begeistern. Einer Neuauflage der Messe in ein
oder zwei Jahren dürfte dann nichts mehr im Wege stehen. ad
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