Entdecke die kommunikativen Möglichkeiten
   
  Absolvent/innen der RUB gründeten Institut für Kommunikationsanalyse
 
 

"Mehr als 80 Prozent der Mitarbeiter/innen deutscher Unternehmen fühlen sich wohl am Arbeitsplatz" - wer mit einem derartigen Untersuchungsergebnis aufwarten kann, dem ist die Resonanz in Medien und Öffentlichkeit sicher. Das gilt auch für com.X, das von zwei Absolvent/innen der RUB gegründete "Institut für Kommunikationsanalyse & Evaluation". "com" steht für "Communication" und "X" für "Explorer" (Entdecker) - aber letztlich steht "X" für alle Fragen, auf die das Institut Antworten liefert.

Eine der Fragen kann das Wohlgefühl am Arbeitsplatz betreffen. Antworten lieferte eine bundesweite Umfrage von com.X in Unternehmen mit mindestens 100 Mitarbeiter/innen. Das Wohlgefühl schließt interne Information und Glaubwürdigkeit der Vorgesetzten ein; das Intranet gilt bereits bei vielen Mitarbeitern - falls in ihrem Unternehmen vorhanden - als wichtigstes Informationsmedium, dann erst folgen "Klassiker" wie Rundschreiben und Mitarbeiterzeitschriften.
Mit solchen Resultaten bekommen Unternehmen konkrete Handlungsempfehlungen gereicht. "Natürlich ist das eines der wichtigsten Ziele unserer Tätigkeit", erklärt Nicole Warthun, geschäftsführende Gesellschafterin bei com.X. Nicole Warthun studierte an der RUB Publizistik, Anglistik und Wirtschaftswissenschaft. Sie arbeitete seit ihrem Abschluss (1996) in PR-Agenturen und bis heute als Wissenschaftliche Mitarbeiterin am Lehrstuhl "Internationale Kommunikation/Medizinpublizistik und -kommunikation" (Prof. Heinz-Dietrich Fischer).
Einen ähnlichen Werdegang hat der zweite geschäftsführende Gesellschafter. Thomas Quast absolvierte sein Studium (Publizistik, Kommunikationspsychologie, Komparatistik) 1989 bei der PR-Expertin Prof. Barbara Baerns und war seitdem als freier Journalist und Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Lehrstuhl "Medienpraxis und Medienwirkungsforschung" (Prof. Franz R. Stuke) sowie Dozent für Medienwissenschaft an der Uni Paderborn tätig.
Dritter com.X Gründungsgesellschafter ist der profilierte PR-Praktiker und -theoretiker Dr. Joachim Klewes, der die mittlerweile größte deutsche PR-Agentur KothesKlewes gründete und nach seinem Ausstieg die Kommunikationsberatung k-brain und die Agentur Güttler+Klewes aus der Taufe hob. Dr. Joachim Klewes war als Gastdozent auch bereits an der RUB tätig.
Alle Mitglieder des com.X-Teams (insgesamt vier feste sowie vier feste freie Mitarbeiter) haben einen - zumeist an der RUB erworbenen - kommunikationswissenschaftlichen Hintergrund. Johanna Hettler machte im Frühjahr 2000 ihren Magister in Publizistik und stieg danach fest bei com.X ein. Während des Studiums arbeitete sie bereits frei für das Institut und schuf sich dank ihres großen Engagements selbst ihren späteren Arbeitsplatz, denn aufgrund des erfolgreichen Starts vergrößerte sich com.X kontinuierlich. Hettler empfindet ihren Beruf als "spannend und lebensnah": "Wie ein Entdecker wird man ständig mit neuen Herausforderungen konfrontiert. Vor einer Untersuchung weiß man nie im Voraus, was am Ende herauskommt." Hinzu tritt, dass im Institut keine fest zementierten Aufgabenverteilungen bestehen und dass vieles im Team erledigt wird.
Nebenbei beweist die personelle Zusammensetzung von com.X aber auch, dass Bochums Publizist/innen nach dem Studium keineswegs im beruflichen Abseits stehen - wie die Empfehlungen des "Expertenrates" andeuten. Im Gegenteil: "Die im Publizistikstudium erworbene Fähigkeit ist nicht nur unabdingbare Voraussetzung für Kommunikationsforschung", erklärt Quast, "auch viele PR-Praktiker in Unternehmen und Agenturen haben mittlerweile diese oder ähnliche Studiengänge durchlaufen."
Den Leuten von com.X ist - bei einer ausgeprägten PR- bzw. journalistischen Basis - die Affinität zu empirischer Kommunikations- und Sozialforschung, Sprachwissenschaft, Soziologie und Psychologie gemein. Daraus ergibt sich ein unschlagbarer Vorteil: "Bei uns ist alles in einer Hand: Wir analysieren Kommunikation und bringen anschließend das Ergebnis mediengerecht zu Papier", erklärt Nicole Warthun. Die analytische Aufgabe von com.X konzentriert sich auf die Entwicklung von Forschungsdesigns, sprich auf die Konzeption und Auswertung von Befragungen, Interviews, Medienanalysen etc. Die Feldarbeit (z.B. telefonische Befragung) erledigen spezialisierte Feldinstitute.
Die Kunden (große, mittlere und auch kleinere Unternehmen aller Branchen) wenden sich oft mit sehr vagen Fragen an das Bochumer Institut. Da passiert es schon mal, dass ein Kunde sagt: "Wir würden gerne unsere Kommunikation überprüfen lassen - dürfen wir uns bei Ihnen auf die Couch legen?" Quast nennt aber auch ein konkreteres Beispiel: "Einige mittelgroße Energieunternehmen wollen fusionieren. Dabei sollen die Mitarbeiter eingebunden werden - schon vor der Fusion. Sie können ihre Vorstellungen, Erwartungen, Sorgen und Hoffnungen äußern und dabei helfen, ein Leitbild für das neue Unternehmen zu entwickeln." Um das zu gewährleisten, veranstaltet com.X Workshops für die Mitarbeiter und führt in mehreren Wellen Mitarbeiterbefragungen (Teil- und Vollerhebungen) durch. Die Ergebnisse fließen direkt in den Fusionsprozess ein und werden in den Mitarbeitermedien veröffentlicht.
Zieht sich solch ein Projekt über einen langen Zeitraum (knapp 18 Monate), kann es andererseits auch ganz schnell gehen. Innerhalb von 14 Tagen bestimmte das Institut kürzlich mittels Medienanalyse und Befragung das Image eines der größten deutschen Handelsunternehmens in den Medien und in der Bevölkerung. Anschließend unterbreitete com.X konkrete Verbesserungsvorschläge, die auch umgesetzt wurden.
Den Schritt in die Selbständigkeit machten Quast und Warthun vor rund zwei Jahren, übrigens ohne die Hilfe einer Gründungsinitiative. Beide waren zu diesem Zeitpunkt als Forschungsberater für die auf Kommunikation spezialisierte Unternehmensberatung k-brain tätig und trafen dort auch mit Dr. Joachim Klewes zusammen. Schnell fand man gemeinsam heraus, dass in vielen Unternehmen ein enormer und ungedeckter Bedarf an Kommunikationsforschung bestand. Diese Marktlücke füllt com.X mittlerweile - und entdeckt für seine Kunden die Möglichkeiten der Kommunikation. ad

 

 

Das Institut sucht häufig in Publizistik und Statistik versierte Studierende zur Mitarbeit. Kontakt: com.X, Ehrenfeldstraße 34, 44789 Bochum, Tel. (0234) 3250830, E-Mail: com.x@communication-x.de, Internet: http://www.communication-x.de

   
   
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01.04.2001