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Der Senat der RUB hat die Entscheidung vertagt über den gemeinsamen
Antrag vier geisteswissenschaftlicher Fakultäten, zum kommenden Wintersemester
gestufte Studiengänge einzuführen. Nachdem drei Mitglieder
der Studierendenfraktion die Sitzung am 15.3. vorzeitig verlassen hatten,
war das oberste Gremium der Ruhr-Uni nicht mehr beschlussfähig.
Zuvor wurde der Antrag der Fakultäten für Philosophie, Pädagogik und Publizistik,
für Geschichtswissenschaft, für Philologie sowie für Sozialwissenschaft
etwa zwei Stunden lang diskutiert. Mit einer gemeinsam erarbeiteten Studienordnung
wollen die vier Fakultäten international kompatible B.A.- (Bachelor of Arts)
und M.A.-Studiengänge (Master of Arts) einrichten.
Die Vertreter der Studierenden im Senat kritisierten, dass dabei zentrale
Fragen ausgeklammert wurden: etwa, wie sich der so genannte Optionalbereich
inhaltlich gestaltet (z. B. Sprach-, EDV-Kurse, Veranstaltungen anderer
Fächer) und inwiefern die gestuften Studiengänge die Fächerwahl und -kombination
für Studierende erschweren. Ganz nach Plan läuft es
hingegen in den Naturwissenschaften. Das Ministerium für Schule,
Wissenschaft und Forschung (MSWF) des Landes NRW hat den B.A.-/M.A.-Studiengang
Geowissenschaften im Februar rückwirkend genehmigt. Seit dem vergangenen
Wintersemester bieten Geologie, Geophysik und Mineralogie zusammen diesen
bundesweit einzigartigen Studiengang an, die entsprechenden Diplomstudiengänge
wurden zugleich aufgehoben. Das MSWF hat die Genehmigung auf zunächst fünf
Jahre befristet. jw |