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Im Bericht über die erste akademische Jahresfeier
der RUB heißt es, sie hätte mehr Teilnehmer verdient. Vermutlich haben die
Angehörigen dieser Universität über die Frage, ob es für uns etwas zu feiern
gibt, mit den Füßen abgestimmt. In einer Zeit, in der die Universitäten
des Landes mit der Würgeschnur des "Qualitätspaktes" von der Regierung gedrosselt
werden, gibt es kaum einen Grund dorthin zu gehen, wo der Dienstherr von
Bildungsvernichtungsministerin Behler wohlfeile Worthülsen zum Besten gibt.
Wer an dieser Universität noch glaubt, der Landesregierung käme es auf etwas
anderes an, als auf Kosten der Qualität universitärer Ausbildung möglichst
viel Geld zu sparen, setzt sich dem Vorwurf der Naivität aus. Worauf sonst
zielt der Vorschlag des Ministerpräsidenten wohl ab, in einer Region mit
mehr als 5.000.000 Einwohnern eine einzige Monsteruniversität zu schaffen?
Wer wollte glauben, dass diese Form von "Synergie" ohne erhebliche Einbußen
an Fächervielfalt und Qualität innerhalb der Fächer zustande kommen könnte?
Wir brauchen keine Feiern unter Beteiligung von Herrn Clement, wir brauchen
den entschlossenen gemeinschaftlichen Widerstand aller Universitäten Nordrhein-Westfalens
gegen "Qualitätspakt", "Expertenkommission" und weitere Kahlschlagideen
einer Regierung, die es sich offenkundig zum Ziel gemacht hat, nicht Bildung,
sondern nur Qualifikationen zum Billigtarif zu vermitteln. Raphael Dammer,
Ulrich Hamm, Dr. Hartwig Heckel, Oliver Overwien, Dr. Thomas Paulsen, Dr.
Heinz Schaefer |