Leserbrief
   
  RUBENS 57, Akademische Jahresfeier
 
  Im Bericht über die erste akademische Jahresfeier der RUB heißt es, sie hätte mehr Teilnehmer verdient. Vermutlich haben die Angehörigen dieser Universität über die Frage, ob es für uns etwas zu feiern gibt, mit den Füßen abgestimmt. In einer Zeit, in der die Universitäten des Landes mit der Würgeschnur des "Qualitätspaktes" von der Regierung gedrosselt werden, gibt es kaum einen Grund dorthin zu gehen, wo der Dienstherr von Bildungsvernichtungsministerin Behler wohlfeile Worthülsen zum Besten gibt. Wer an dieser Universität noch glaubt, der Landesregierung käme es auf etwas anderes an, als auf Kosten der Qualität universitärer Ausbildung möglichst viel Geld zu sparen, setzt sich dem Vorwurf der Naivität aus. Worauf sonst zielt der Vorschlag des Ministerpräsidenten wohl ab, in einer Region mit mehr als 5.000.000 Einwohnern eine einzige Monsteruniversität zu schaffen? Wer wollte glauben, dass diese Form von "Synergie" ohne erhebliche Einbußen an Fächervielfalt und Qualität innerhalb der Fächer zustande kommen könnte? Wir brauchen keine Feiern unter Beteiligung von Herrn Clement, wir brauchen den entschlossenen gemeinschaftlichen Widerstand aller Universitäten Nordrhein-Westfalens gegen "Qualitätspakt", "Expertenkommission" und weitere Kahlschlagideen einer Regierung, die es sich offenkundig zum Ziel gemacht hat, nicht Bildung, sondern nur Qualifikationen zum Billigtarif zu vermitteln. Raphael Dammer, Ulrich Hamm, Dr. Hartwig Heckel, Oliver Overwien, Dr. Thomas Paulsen, Dr. Heinz Schaefer
   
   
   
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01.02.2001