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Jeder von uns kann sich sicher noch an sein erstes Semester an der
RUB erinnern. Wer hat sich da anfangs nicht in den Kellerräumen verirrt
und verzweifelt nach einem Ausgang gesucht? Wieso liegt der mal auf 02
und mal auf 01? Und warum gibt es nicht überall eine Garderobe wie in
GC? RUBENS liefert die Antworten - heute welche zum TZR.
Gedacht war es ganz anders, damals in den frühen Sechzigern. Man träumte
von einer eigenen Uniklinik und drei Gebäuden, in denen Bochums Mediziner
sich ganz der Naturwissenschaftlichen, der Theoretischen und der Praktischen
Medizin hingeben konnten. Deshalb wurden vis-à-vis der G-Reihe die Gebäude
MA, MB, MC hochgezogen. Dann wurden aufgrund fehlenden Geldes die Pläne
nacheinander aufgegeben. Statt in der eigenen Uniklinik werden die Medizinstudierenden
der RUB in Krankenhäusern der Region praktisch ausgebildet. Statt die
medizinischen Teilgebiete räumlich zu trennen, wurde alles ins MA gepackt;
MB und MC hingegen lagen brach. Schnell tauchten Pläne auf, Hotels für
Gastwissenschaftler oder Studierendenwohnheime sollten entstehen. Daraus
wurde nichts. Stattdessen werden MB und MC gar nicht mehr von der RUB
genutzt, sondern dienen jungen Firmen aus zukunftsträchtigen Branchen
als Heimat.
Deshalb heißt das MB mittlerweile TZR (Technologiezentrum Ruhr). Betrieben
wird es von der chip GmbH (Cooperationsgesellschaft Hochschulen und Industrielle
Praxis). Über 80 junge Firmen aus den Sparten Automatisierungstechnik,
Bauingenieurwesen, Dienstleistungen, Medizintechnik, Messtechnik und Softwareentwicklung
haben hier - in unmittelbarer Nähe zur RUB - ihren Sitz. Häufig
gehen die Firmengründungen auf Lehrstuhlinhaber der RUB zurück, die zum
Einen ihre Forschungsergebnisse selbst vermarkten, zum Anderen Arbeitsplätze
für Studierende und Absolvent/innen schaffen wollen. Viele der Firmengründer
lassen ihren Namen in die Unternehmensbezeichnung einfließen.
Zum Teil handelt es sich bei den "Firmen" im TZR aber auch um eher offizielle
Gründungen bzw. Auslagerungen der RUB; so hat die Akademie der Ruhr-Universität
ihren Sitz im ehemaligen MB und das Dezernat für Informations- und Kommunikationsdienste
bietet hier einige seiner Leistungen an, namentlich Softwarewicklung,
Entwicklung und Durchführung von Weiterbildungsmaßnahmen sowie Beratung
und Dienstleistungen im Bereich IT Sicherheit.
Zudem hebt sich das TZR auch optisch von den anderen Unigebäuden ab. Man
denke nur an die gläserne Kuppel (unter der Fitness und Gesundheit gefördert
werden) und den ebenfalls gläsernen Außenlift, der eine rasante Fahrt
nach oben bzw. unten garantiert. Sehenswert ist auch das großzügige Treppenhaus.
Von ihm gehen nicht nur auf jeder Etage die Bürotrakte ab, vor allem dient
es als Galerie. Die dort etwa vierteljährlich wechselnden Ausstellungen
(Malerei, Fotografie, Grafik etc.) locken viele Kunstinteressenten nach
Bochum - und verkürzen den Studierenden so manche Freistunde. ad
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