| Gewächshaus für Savannenwälder | |
| Botanischer Garten wird allwetter-tauglich | |
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| Endlich erhielten die großen Gewächse aus mediterranen Klimabereichen
in der RUB-Sammlung ausreichend Platz: Anfang Dezember wurde das neue Gewächshaus
für Savannenwälder im Botanischen Garten übergeben. Das neue Haus bietet
nicht nur den Pflanzen Platz zum Blühen und Gedeihen, es verbindet auch
die alten Gewächshäuser durch einen gemeinsamen Eingangsbereich. Er soll
als Ausstellungs- und Schulungsraum dienen und den Garten zu einer Attraktion
bei jedem Wetter machen. Die Pflanzen, die die RUB vor über 25 Jahren zu sammeln begonnen hat und die zumeist als Samen nach Bochum gekommen sind, haben das Fensterbankformat schon lange überschritten. Zum Überwintern wurden sie bislang notgedrungen in einer Halle zusammengepfercht - zum Gießen kam man zuletzt so gerade noch durch. Die Enge förderte jedoch den Schädlingsbefall, gegen den mit Bekämpfungsmitteln vorgegangen wurde, die wiederum biochemische Untersuchungen am Pflanzenmaterial unmöglich machten. Mit dem neuen Haus haben diese Zustände nun endlich ein Ende. Das Glashaus - das erste mit Isolierverglasung im Botanischen Garten - besteht aus zwei Kammern, zwölf und 14 Meter hoch, die unterschiedlich klimatisiert werden können. Im Winter soll die Temperatur so weit gesenkt werden, wie die jeweiligen Pflanzen es gerade noch vertragen. Das spart zum einen Kosten und tut zum anderen den Pflanzen gut, denn die niedrige Temperatur hilft ihnen, den Mangel an Licht im deutschen Winter zu kompensieren, erklärt Prof. Thomas Stützel (Fakultät für Biologie), Direktor des Gartens. Auch während der Blütezeit im Winter werden die Pflanzen in Zukunft der Öffentlichkeit und der Forschung zugänglich sein. Den ganzen Winter über werden die Mitarbeiter damit beschäftigt sein, die Gewächse, die zum Teil anderthalb Tonnen wiegen, umzusiedeln. Neben zahlreichen Pflanzen der Bochumer Sammlung, wie etwa der rotblühende Eisenholzbaum, ist auch eine fünf Meter hohe Kauri-Fichte (Agathis australis) aus Düsseldorf angekündigt, die den dortigen Forschern über den Kopf gewachsen ist. Der Botanische Garten der RUB ist der einzige große Garten, der noch nennenswert ausgebaut wird. Die Bochumer Biologen haben sich den Erhalt der genetischen Vielfalt und die Förderung der Biodiversitäts- und Evolutionsforschung auf die Fahnen geschrieben. md |
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| 02.01.2001 |