| Motivationspreis 2000 verliehen | |
| RUB ehrt Jenaer Mediziner | |
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| Am 12.12.2000 wurde der mit insgesamt 105.000 DM dotierte
Carl Arnold Kortum Motivationspreis 2000 erstmals vergeben. Vier Projekte
aus den Bereichen Medizin, Pharmazie, Umwelt- und Gentechnologie sowie Biologie
wurden ausgezeichnet. Eine hochkarätige Jury unter der Schirmherrschaft
des Nobelpreisträgers der Wirtschaftswissenschaften Prof. Reinhard Selten
und unter Vorsitz des Dekans der Fakultät für Biologie der RUB, Prof. Hanns
Hatt, wählte unter einer Vielzahl qualifizierter Bewerbungen aus dem In-
und Ausland insgesamt 13 Projekte aus. Alle Nominierten präsentierten ihre
Forschungsarbeiten im Umfeld der Festveranstaltung im Audi max der RUB.
Vergeben wurden ein mit 75.000 DM dotierter Hauptpreis sowie drei Spezialpreise
in Höhe von je 10.000 DM in den Bereichen Medizin, Pharmazie sowie Bio-
und Gentechnologie. Den Hauptpreis überreichte Prof. Selten an Dr. Karsten König vom Klinikum der Uni Jena und Mitbegründer der Firma JenLab für seine bahnbrechende wissenschaftliche Forschung auf dem Gebiet der Nanochirurgie und nichtinvasiven optischen Biopsie. Sein Verfahren kann die Tumordiagnostik und Tumortherapie revolutionieren: Es wird möglich, zwischen gesundem Gewebe und Tumorzellen zu unterscheiden und Tumore gezielt ohne operative Eingriffe zu behandeln. Der Spezialpreis der Euro-American Beteiligungsvermittlungsgesellschaft mbH im Bereich Pharmazie ging an Dr. Gabriele Pecher von der Charité in Berlin für die Entwicklung eines DNA-basierten Impfstoffes gegen Brust- und Bauchspeicheldrüsenkrebs. Im Bereich Medizin nahm Dr. Thomas Sawitowski von der Uni Essen den von der Deutschen Bank Bochum vergebenen Spezialpreis für seine Arbeit an nanoporösen Keramiken zur gezielten Applikation von Arzneistoffen in Empfang. Einen weiteren Spezialpreis vergab Prof. Hatt im Bereich Bio- und Umwelttechnologie an Dr. Hella Lichtenberg vom Botanischen Institut der Uni Bonn für den von ihr entwickelten CyGene-Fluo-Tox-Test. Dieser Test ermöglicht das Aufspüren von Umweltschadstoffen, insbesondere von zinnorganischen Verbindungen. Alle eingereichten und ausgezeichneten Arbeiten sind Ausdruck der Innovationskraft und Leistungsfähigkeit junger Wissenschaftler/innen und werden der Lebensmaxíme des Namensgebers des Preises gerecht: "Nützlich zu sein, wie, wenn und wo ich kann." Der nach dem Bochumer Arzt und Naturforscher Carl Arnold Kortum (1745-1824) benannte Preis fördert Gründungsinitiativen und Innovationen und wird künftig alle zwei Jahre an Forscher vergeben. jw |
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| 02.01.2001 |