| Seltene Gelegenheit genutzt | |
| Jura: Vortragsreihe mit Praktikern | |
|
|
|
| Wie greift man einen Bebauungsplan für ein Einkaufszentrum
an und wie macht man eine Flughafenerweiterung gerichtsfest? Kann man als
Anwalt davon leben, Asylbewerber in Deutschland zu vertreten? Wie wichtig
für den Berufseinstieg ist heutzutage eine Promotion? Diese und andere Fragen
wurden in der Vortragsreihe "Rechtsberatung im Öffentlichen Recht" des Lehrstuhls
für Öffentliches Recht IV (Prof. Martin Burgi) im Sommersemester 2000 lebhaft
diskutiert. Unterstützt wurde die Veranstaltung vom Deutschen Anwaltsinstitut
(DAI). Rund 150 Studierende, Referendare und Mitarbeiter der RUB nutzten an drei Abenden die Möglichkeit, verschiedene Rechtsgebiete aus dem Besonderen Verwaltungsrecht näher kennen zu lernen und mit erfahrenen Praktikern ins Gespräch zu kommen. So gaben die Rechtsanwälte Brauner (Bochum) und Kämper (Düsseldorf) als Vertreter größerer Rechtsanwaltskanzleien spannende Einblicke in ihren Berufsalltag und berichteten über gute Berufschancen im Bau- und Planungsrecht. Rechtsdezernentin Weies von der Handwerkskammer Dortmund sowie Rechtsanwalt Leidinger von der VEW AG (Dortmund) führten vertiefend in das Umwelt- und Wirtschaftsverwaltungsrecht ein und erläuterten die Vorteile einer Tätigkeit für eine Wirtschaftskammer bzw. für ein großes Unternehmen. Am letzten Abend verdeutlichten die Rechtsanwälte Doering-Striening und Schleicher (beide Essen) eindrucksvoll, wie vielfältig und menschlich fordernd die Beschäftigung mit dem Ausländer-, Asyl- und Sozialverwaltungsrecht sein kann. Prof. Burgi zeigte sich rückblickend sehr zufrieden. Einerseits den Studierenden frühzeitig Perspektiven und Anforderungen einer künftigen Berufstätigkeit in der verwaltungsrechtlichen Beratung aufzuzeigen, andererseits den in der Praxis tätigen Verwaltungsrechtlern Gelegenheit zur Kontaktaufnahme mit dem juristischen Nachwuchs zu geben, sei wichtiger denn je. Dem ist aus studentischer Sicht zuzustimmen. Denn die Gelegenheiten, mit gestandenen Juristen - die Übrigens überwiegend selbst einmal in Bochum studiert haben - so vorbehaltlos und offen ins Gespräch zu kommen, sind selten. Christian Teuber (Kursteilnehmer) |
|
| Ihre Meinung ist gefragt! Schreiben Sie uns einen Leser(innen)brief! |
| zurückblättern | zur Themenübersicht | weiterblättern |
| 01.10.2000 |