Endlich etwas gleicher
   
  Frauen und Wissenschaft
 
 

Immer noch das alte Lied: Im privatwirtschaftlichen Sektor verdienen Frauen 28 % weniger als Männer, zudem sind sie häufiger arbeitslos. Auch bei Entscheidungsprozessen sind sie unterrepräsentiert. Der Präsident der EU-Kommission Romano Prodi hat deshalb die Kommissargruppe "Chancengleichheit" ins Leben gerufen, die Teil europäischer Maßnahmen zur Chancengleichheit ist (Gender Mainstreaming) und deren Vorsitz er auch führt.
Auch ins 5. Forschungsrahmenprogramm der EU wurde der "Gender Mainstreaming"-Ansatz integriert. Die auf Initiative der Kommission eingesetzte Gruppe "Frauen und Wissenschaft" führte dabei zwei Ziele aus: Der politische Dialog zwischen den Mitgliedstaaten über Maßnahmen zur Frauenförderung in der Wissenschaft soll gefördert werden. Des Weiteren soll ein System zur Beobachtung des Verhältnisses "Frauen und Wissenschaft" entwickelt werden unter den Aspekten: Forschung von Frauen, Forschung für Frauen, Forschung über Frauen. Die Kommission kündigte an, in beratenden Versammlungen und Gutachtergremien den Frauenanteil auf 40 % festzulegen. Um die Auswirkungen zu prüfen, werden während der Programms ständig Studien zu geschlechtsspezifischen Belangen durchgeführt. tas

Quelle: Chancengleichheit für Frauen und Männer in der EU, Jahresbericht 1999, Europäische Kommission, Generaldirektion Beschäftigung und Soziales, Referat D.5, Februar 2000

   
   
   
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01.10.2000