| |
Mit knapp 4.000 Bildern sind sie aus Krakau wiedergekommen
- die 14 Teilnehmer/innen des Bereiches Fotografie des Musischen Zentrums,
die die Pfingstferien für eine Fotoexkursion in die polnische Kulturmetropole
genutzt hatten. Meist ausgehend vom zentralen, wunderschönen und geschichtsträchtigen
Marktplatz erkundeten sie mit der Kamera die historische Altstadt, das Univiertel
und den Schlosskomplex. Als fotografisch besonders ergiebig erwiesen sich
die Abstecher ins alte jüdische Viertel Kazimierz, wo wesentliche Szenen
für "Schindlers Liste" gedreht wurden. Den sicherlich nachhaltigsten Eindruck
aber hinterließ wohl eine Tagesreise zum ehemaligen Konzentrationslager
Auschwitz, in dem dann plötzlich die Frage auftauchte: "Kann/Soll man angesichts
der entsetzlichen Gräuel hier überhaupt fotografieren?"
Insgesamt ging es bei der Fotoexkursion bewusst nicht darum, Krakau als
europäische Kuturhauptstadt 2000 in gewohnter touristischer Manier abzulichten;
"versucht eure eigene, ganz subjektive Sichtweise hier zu finden", waren
die Fotograf/innen von Exkursionsleiter Felix Freier aufgefordert worden.
Ob dies im Einzelnen gelungen ist, wird sich erst noch zeigen, denn die
4.000 Bilder existieren bisher nur auf den belichteten Filmen. Diese werden
nun zu entwickeln und im Fotolabor sorgsam aufzuarbeiten sein. Bei
der sich später anschließenden Auswertung der Bildergebnisse wird auch über
die Konzeption einer geplanten Krakau-Ausstellung im Herbst zu reden sein.
Felix Freier |