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Ein einziges Portal für alle wissenschaftlichen Seiten im Internet -
schön wär's. Für den deutschsprachigen Raum gibt es ein Angebot, das dem
schon sehr nahe kommt: den Informationsdienst Wissenschaft (idw). Was
1995 als bescheidene Initiative der RUB, der Uni Bayreuth und der TU Clausthal
begann, hat sich zu der deutschen Wissenschaftsnachrichtenagentur
im Internet entwickelt.
Auf http://idw.tu-clausthal.de
werden die Infos aus mittlerweile mehr als 500 Hochschulen, Instituten
und anderen wissenschaftlichen Einrichtungen gebündelt. Jeder Interessierte
kann sich gratis ein Abo von Pressemitteilungen zusammenstellen, ganz
nach den eigenen regionalen und inhaltlichen Vorlieben zugeschnitten.
Im Archiv sind mehr als 20.000 Pressemitteilungen
nach Schlagworten zu recherchieren - zu allen erdenklichen
Themen von der Archäologie bis zum Zivilrecht.
Der idw-"Kiosk" führt interessante Links auf, der neue idw-Wissenschaftskalender
aktuelle Termine von der Fachtagung bis zum Campusfest. Spezielle Angebote
helfen Journalisten und Unternehmen bei der Suche nach kompetenten Interview-
und Kooperationspartnern. Heute kommt kaum eine Wissenschaftsredaktion
bei Printmedien, Funk und Fernsehen ohne das Rechercheinstrument idw aus.
Auch die Politikredaktion bekommt einen Interviewpartner zum Thema Kurdistan
vermittelt, die Wirtschaftsredaktion Analysten, die Ratgeberseite medizinische
Fachleute.
Mehr als 10.000 Abonnenten - darunter allein 2.600
Journalisten - nutzen den idw täglich oder wöchentlich. Und
zwar kostenlos. Finanziert wurde der Aufbau des idw vom Bundesministerium
für Bildung und Forschung. Heute trägt das Ministerium nur noch einen
Teil der Kosten. Ab Juli 2000 erhebt der idw daher Beiträge von seinen
Mitgliedseinrichtungen. Die dritte Einnahmequelle sind Dienstleistungen:
Der idw stellt ab sofort sein Know-how für die Internetseiten von Wissenschaft
im Dialog zur Verfügung, der großen Initiative, mit der die Wissenschaftsorganisationen
ab diesem Sommer mit der Öffentlichkeit ins Gespräch kommen wollen.
Im Laufe der Jahre hat der idw sich ein erhebliches Renommee erarbeitet.
Dadurch ist er für viele ein interessanter Partner geworden. So ist der
idw z. B. eine Kooperation mit der Süddeutschen Zeitung eingegangen, seine
Meldungen sind seit kurzem auch unter www.sueddeutsche.de/karriere/campus/karr-cam-idw.php3
abrufbar.
Nach wie vor hat der idw drei Standorte. In Bochum hat der idw zwei Mitarbeiter:
Jan Engelkamp und Patrick Bierther. Der (an der RUB ausgebildete) Kommunikationswissenschaftler
und der Journalist betreuen Pressesprecher und Journalisten, durchsuchen
das Web nach neuen Angeboten und stehen mit Rat und Tat zur Verfügung,
falls bei der Benutzung des selbst erklärenden idw-Systems die "Hilfefunktion"
wider Erwarten nicht weiterhelfen kann. Patrick Bierther
Kontakt: idw@tu-clausthal.de
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