Personalia
   
   
 
 

Neu berufen
Im Dezember 1999 wurde Prof. Dr. Dominik Marx auf den Lehrstuhl für Theoretische Chemie berufen. Marx (1963 im Saarland geboren) studierte von 1984-90 Chemie und Physik in Mainz und Irvine (Kalifornien) und wurde 1992 in Mainz promoviert, wo er als Forschungsstipendiat bis 1993 blieb. 1993/94 arbeitete er in der Forschungsabteilung von IBM in Rüschlikon (Schweiz), danach war er Wissenschaftlicher Angestellter am Max-Planck-Institut für Festkörperphysik. Ab 1996 lehrte er Theoretische Physik an der Uni Stuttgart, wo er sich im Februar 1998 habilitierte. Marx bezeichnet sich als "Grenzgänger zwischen den traditionellen Disziplinen Chemie und Physik". Seine Leidenschaft gehört der Arbeit im "virtuellen Labor": Was Experimentalchemiker im Reagenzglas erforschen, versucht er rein rechnerisch zu lösen. Themen sind u. a. die Struktur und Dynamik von Molekülen und Clustern, Protonentransfer entlang von Wasserstoffbrücken und Moleküle chemisorbiert auf Oberflächen.

Neu berufen auf den Lehrstuhl für Experimentelle Pneumologie (Medizinische Fakultät) wurde zum WS 99/00 Prof. Dr. Albrecht Bufe. Bufe (1954 in Berlin geboren) arbeitete nach seiner Schulzeit als Pfleger, studierte Philosophie bzw. Psychologie und unterrichtete Konzertgitarre, bevor er an der Uni Hamburg Medizin studierte. Nach seinem Abschluss (1984) arbeitete er in der Kinderabteilung des Krankenhauses Heidberg in Hamburg und wurde 1990 promoviert. Seit 1991 ist er Facharzt für Kinderheilkunde, es folgte ein zweijähriges Aufbaustudium für Molekularbiologie in Hamburg. Danach ging er als Stipendiat der Laborgruppe Allergologie nach Borstel, wo er bis 1998 verschiedene Forschungsprojekte betreute. Am 5.1.99 folgte seine Habilitation an der Medizinischen Uni Lübeck im Fach Pädiatrie. In Bochum leitet Bufe die Klinische Forschergruppe "Bedeutung von Virusinfektionen bei akuten und chronischen Atemwegserkrankungen im Kindes- und Erwachsenenalter".

Den Lehrstuhl für Produktionssysteme (Fakultät für Maschinenbau) besetzt seit Herbst 99 der 1951 in Pivitsheide geborene Prof. Dr. Horst Meier. Meier studierte Produktions- und Fertigungstechnik an der FH Lippe (1970-73) sowie Fertigungstechnik an der TU Berlin (1973-76). Danach (1977-83) arbeitete er als Wissenschaftlicher Mitarbeiter bzw. Assistent an der TU Berlin, wo er 1981 promoviert wurde. Anschließend war er zwei Jahre lang am Institut für Produktionsanlagen und Konstruktionstechnik der Fraunhofer-Gesellschaft Berlin tätig und kam 1983 zur Schleicher GmbH & Co. Relaiswerke KG Berlin, wo er bis 1995 blieb und u. a. den Innovationspreis des Landes Berlin für eine Bahnsteuerung enthielt. Zwischen 1995 und 99 war er Professor für Automatisierungstechnik in Cottbus. Meier will die Anforderungen von Mensch, Technik und Organisation so vereinen, dass Termin, Kosten und Qualität der Produktion verbessert werden. Besonders liegt ihm der Technologietransfer von der Forschung in die Wirtschaft am Herzen.

Seit Oktober 99 besetzt Prof. Dr. Karin Pittner den Lehrstuhl für Germanistische Linguistik an der Fakultät für Philologie. Ihr Forschungsziel ist die Beschreibung der deutschen Syntax in funktionaler Hinsicht. Pittner (geboren 1960 in München) studierte Literatur und Musik in Hildesheim (1979/80) bzw. Germanistik und Anglistik in München (1980-86 inkl. Studienaufenthalt in England). Zwischen 1987 und 1989 arbeitete sie in München mit am DFG-Forschungsprojekt "Etymologie". Im Februar 1989 wurde sie in München in Germanistischer Linguistik promoviert. Die folgenden Jahre (bis zu ihrem Ruf an die RUB) verbrachte Pittner als Wissenschaftliche Mitarbeiterin, Wissenschaftliche Assistentin und Hochschuldozentin an der Uni Stuttgart, wo sie sich im Juli 1997 habilitierte.

Seit Oktober 99 besetzt Prof. Dr. Carsten Zelle den Lehrstuhl für Neugermanistik, insbesondere Literaturtheorie und Rhetorik, an der Fakultät für Philologie, den er bereits im Sommer 99 vertrat. Zelle (1953 in Oldenburg geboren) studierte in Marburg Deutsch, Sozialkunde und Geschichte (1974-80). Anschließend (1981-85) promovierte er dort über "Literaturhistorische Beiträge zur Ästhetik des Schreckens im 18. Jahrhundert". Der Ästhetik blieb Zelle auch bei seiner Habilitation treu, die er im Juni 94 in Siegen abschloss. In Siegen wurde er auch zum Hochschuldozenten ernannt und lehrte dort bis zu seinem Wechsel an die RUB "Neuere Deutsche Literaturwissenschaft und Allgemeine Literaturwissenschaft". Zu Zelles Forschungsschwerpunkten zählt neben Antikenrezeption oder 18. Jahrhundert u.a. auch die Geschichte der Literaturwissenschaft mit den Unterpunkten "Geistesgeschichte", "Germanistik in der Nazizeit", "Exilgermanistik", "Geschichte der Komparatistik".

Prof. Dr. Viktor Scherer leitet seit März den Lehrstuhl für Energieanlagen und Energieprozesstechnik an der Fakultät für Maschinenbau der RUB. Scherer lehrt im Bereich Thermische Kraftwerke, Ver- und Entsorgung von Energieanlagen sowie Grundlagen der technischen Verbrennung. Schwerpunkte seiner Forschung sind die numerische Simulation komplexer energietechnischer Prozesse (Kraftwerksprozesse, chemisch reagierende Strömungen, Flammen) sowie die experimentelle Untersuchung Schadstoff armer Verbrennungstechniken. Scherer (1958 in Triberg geboren) studierte in Karlsruhe Maschinenbau (1979-84). 1989 wurde er dort am Institut für Thermische Strömungsmaschinen promoviert. Anschließend arbeitete er am ABB Forschungszentrum Heidelberg (1990-93) und bei der ABB Kraftwerke AG, Mannheim (1993-95). Für dasselbe Unternehmen hatte er zwischen 1995 und 2000 die Projektleitung für Planung, Errichtung und Inbetriebnahme schlüsselfertiger kombinierter Gas- und Dampfturbinenkraftwerke in Deutschland und Singapur inne.

 

Ruf erhalten
Prof. Dr. Daniel Zimmer LL.M (Juristische Fakultät) hat einen Ruf an die Uni Lausanne erhalten.

 

Ehre
Prof. Dr.-Ing. Helmut Ermert (Fakultät für Elektrotechnik und Informationstechnik) wurde im Januar zum IEEE Fellow ernannt (IEEE - Institute of Electrical and Electronics Engineers, New York). Der "Fellow" ist die höchste Auszeichnung des Verbandes. Die Ernennung erfolgte für Beiträge auf dem Gebiet der Abbildungsverfahren mittels kohärenter Wellen und ihrer Anwendung in der medizinischen Diagnostik und der zerstörungsfreien Prüfung sowie für Beiträge in der Ingenieurausbildung. Hauptarbeitsgebiet des neuen Fellow ist die Ultraschalltechnik, die auch thematischer Schwerpunkt des kürzlich vom Bundesministeriums für Bildung und Forschung genehmigten Kompetenzzentrums Medizintechnik in Bochum ist.

Prof. Dr. Jan Veizer (Fakultät für Geowissenschaften) erhielt den Bancroft Award der Royal Society of Canada. Der renommierte Preis wird maximal alle zwei Jahre verliehen. In der Begründung heißt es, Prof. Veizer sei zurzeit einer der kreativsten, innovativsten und produktivsten Geowissenschaftler weltweit.

   
   
   
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01.07.2000